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Ulm

Ulm darf sich «Reformationsstadt» nennen

Ulm trägt nun den Titel «Reformationsstadt Europas».

17.02.2016
  • dpa/lsw

Ulm. Dieser wurde ihr von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) mit Sitz in Wien verliehen. Hintergrund sind die für 2017 geplanten weltweiten Feiern zu 500 Jahren Reformation. «Das ist eine der wenigen Städte im süddeutschen Raum und die einzige in Baden-Württemberg», sagte der Leiter des Stadtarchivs, Michael Wettengel, am Mittwoch.

«In Württemberg ist Ulm die wichtigste Stadt für die Reformation», sagte Wettengel. Die von Martin Luther 1517 in Wittenberg verfassten 95 Thesen gegen den Ablasshandel fanden in Ulm rasch Anhänger. Bereits 1530 bekannte sich die Bevölkerung mit großer Mehrheit zum evangelischen Glauben. «Und die schwäbischen Reichsstädte haben auf Ulm geschaut.» Ulm wurde - neben Straßburg und Basel - zu einem der Zentren der frühen evangelischen Bewegung.

Mit dem Titel gehört Ulm 2017 zu den bislang 52 Städten entlang des «Europäischen Stationenwegs» der GEKE. Diese Tour mit Veranstaltungen soll durch möglichst viele der Reformationsstädte in ganz Europa führen. «Das hat für uns eine große Werbewirkung für die Aktivitäten vor Ort», sagte Wettengel. Neben einer Vortragsreihe und einer wissenschaftlichen Tagung sind in Ulm 2017 Ausstellungen zu Luther und der Reformation geplant.

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17.02.2016, 13:54 Uhr | geändert: 17.02.2016, 12:00 Uhr
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