Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Wichtigste Fragen zur EEG-Abgabe

Übertragungsnetz-Betreiber erhöhen Umlage auf Rekordniveau von 6,35 Cent

Die Ökostrom-Förderung steigt erneut. Einer der Gründe liegt darin, dass mit sinkenden Börsenpreisen für elektrische Energie höhere Ausgleichszahlungen für die Grünstrom-Produzenten fällig werden.

16.10.2015
  • AFP

Berlin Nun ist es offiziell: Die Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beträgt im kommenden Jahr 6,354 Cent pro Kilowattstunde Strom. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden pro Jahr bringt der Anstieg um 3 Prozent Mehrkosten von knapp 9 EUR inklusive Mehrwertsteuer mit sich.

Was ist die EEG-Umlage? Die seit dem Jahr 2000 erhobene Umlage finanziert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Hintergrund ist die Verpflichtung der Übertragungsnetzbetreiber, angebotenen Strom aus erneuerbaren Energien nicht nur abzunehmen, sondern auch weitgehend zu festen Preisen zu vergüten. Die Netzbetreiber verkaufen den Strom dann an der Börse. Die Differenz zwischen den Vergütungssätzen und dem Börsenpreis soll mit der EEG-Umlage ausgeglichen werden.

Wer bezahlt die Umlage? Grundsätzlich alle Stromverbraucher. Allerdings gibt es Ausnahmen: Unternehmen aus bestimmten Branchen, die besonders viel Strom verbrauchen, bekommen auf Antrag Rabatt. Dahinter steckt der Gedanke, dass die deutsche Industrie durch die Energiewende keine Wettbewerbsnachteile gegenüber der internationalen Konkurrenz erleiden soll. Ermäßigungen können zum Beispiel Holz- und Papierhersteller bekommen sowie Firmen aus dem Steinkohlebergbau, aber auch Schlachtbetriebe und Fruchtsafthersteller. Eisenbahnfirmen sind ebenfalls begünstigt. Privatkunden können keinen Rabatt bekommen.

Wer legt die Höhe fest? Zuständig sind die Betreiber der Stromübertragungsnetze - 50Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW, die die Übertragungsnetze in Baden-Württemberg betreibt. Sie erstellen jedes Jahr eine Prognose dazu, wie viel Geld sie voraussichtlich im nächsten Jahr an die Erzeuger von Ökostrom zahlen müssen und wie viel sie für diese Energie an der Strombörse bekommen. Auch weitere Größen wie der Gesamtstromverbrauch und der Bau neuer Ökostromanlagen werden geschätzt. Schließlich spielt noch das sogenannte EEG-Konto eine Rolle. Auf dieses fließen die eingenommene EEG-Umlage und die Einnahmen aus dem Verkauf den Ökostroms, die Zahlungen an die Stromerzeuger gehen hiervon ab. Ende September lag das Konto mit rund 2,5 Mrd. EUR im Plus. Aus dem Zusammenspiel aller Faktoren berechnen die Netzbetreiber die EEG-Umlage für das nächste Jahr. Die Bundesnetzagentur muss kontrollieren, ob die Ermittlung ordnungsgemäß abläuft.

Welche anderen Abgaben müssen Stromkunden bezahlen? Beim Strom machen die eigentlichen Energiekosten nur etwa ein Viertel des Endpreises aus: 23,8 Prozent entfallen laut Bundesnetzagentur auf die Strombeschaffung, den Vertrieb und die Gewinnmarge des jeweiligen Anbieters. Der Einkaufspreis wird maßgeblich von der Leipziger Strombörse bestimmt, dem wichtigsten Handelsplatz in Europa. Dieser Bestandteil kann bei einzelnen Lieferanten unterschiedlich ausfallen. 23 Prozent des Strompreises entfallen auf das Entgelt für die Netznutzung. Staatliche Abgaben machen den wichtigsten Kostenblock aus, dabei ist die EEG-Umlage mit 22 Prozent der größte Posten. 2,3 Prozent des Preises sind Entgelte für die Messung des Stromverbrauchs und die Abrechnung. Schließlich kommen Mehrwertsteuer und Stromsteuer hinzu.

Übertragungsnetz-Betreiber erhöhen Umlage auf Rekordniveau von 6,35 Cent

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

16.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular