Osram

Übernahme droht zu scheitern

Hedgefonds halten so viele Anteile, dass der Interessent AMS die Schwelle von 55 Prozent nicht erreichen kann.

30.11.2019

Von DPA

München. Die geplante Übernahme des Münchner Lichtkonzerns Osram durch den österreichischen Sensorspezialisten AMS könnte am großen Engagement von Hedgefonds scheitern. Wie aus Finanzkreisen zu erfahren war, halten sie inzwischen rund 35 bis 45 Prozent der Osram-Anteile. Dienen sie diese Aktien aber nicht wenigstens teilweise an, kann AMS die angestrebten 55 Prozent kaum erreichen.

„Es scheint, dass eine Reihe von Hedgefonds Aktien erworben haben mit dem Ziel, diese erst zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem höheren Preis anzudienen“, zitiert die die „Südeutsche Zeitung“ Osram-Chef Olaf Berlien. Doch dieser Plan könnte daran scheitern, dass zu viele Hedgefonds ihn verfolgen. Finanzkreisen zufolge liegen rund 20 bis 25 Prozent der Osram-Anteile bei Kleinaktionären, die schon die erste AMS-Offerte nur zögerlich annahmen, weitere rund 10 Prozent bei Indexfonds, die diese Aktien halten müssen. Daher sei ein signifikanter Teil der Hedgefonds-Anteile nötig, um die Angebotsschwelle zu erreichen.

Bisher ist AMS weit von den angestrebten 55 Prozent entfernt. Das Unternehmen hält seit dem ersten Übernahmeversuch 19,99 Prozent. Bis Donnerstagabend waren AMS nach eigenen Angaben weitere 4,41 Prozent angedient worden. Die Offerte läuft noch bis zum 5. Dezember.

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Erstellt:
30. November 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
30. November 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. November 2019, 06:00 Uhr

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