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Tainan

Überlebende des Erdbebens in Taiwan geborgen

Ein Kind und drei Erwachsene sind zwei Tage nach dem Beben aus Trümmern gerettet worden. Augenzeugen berichten von weiteren Überlebenden.

09.02.2016

Von AFP

Auch gestern wurden mehrere Menschen gerettet, hier eine Frau. Foto: dpa

Tainan. Kleines Wunder am chinesischen Neujahrstag: Mehr als zwei Tage nach dem Erdbeben in Taiwan haben Rettungskräfte ein Kind und drei Erwachsene lebend aus den Trümmern eines Wohnblocks in Tainan geborgen. Ein Mann, zwei Frauen und ein achtjähriges Mädchen wurden gestern gerettet.

Das Beben überschattete die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest. Bei den Erdstößen waren mehrere Wohnhäuser eingestürzt, darunter ein 16-stöckiges Haus. Die Behörden vermuten, dass sich nicht nur die Bewohner in dem Wohnkomplex aufhielten, sondern auch viele Verwandte, die zum Neujahrsfest zu Besuch waren.

Mindestens 37 Menschen starben, nach über 100 Vermissten wurde gestern noch gesucht. Nach mehr als 60 Stunden unter den Trümmern konnten Helfer das Mädchen und eine 28-jährige Frau lebend bergen. Ein 40-Jähriger und eine 45-Jährige waren zuvor nach mehr als 50 Stunden gefunden worden. Bevor der Mann gerettet wurde, hatten die Rettungskräfte 20 Stunden lang versucht, ihn aus den Trümmern zu ziehen. Doch sein Bein war eingeklemmt. Mithilfe eines Krans gelang schließlich die Bergung, das Bein muss wohl amputiert werden. Die 45-jährige Frau wurde gerettet, weil Rettungskräfte ihre Hilferufe gehört hatten. Eine Überlebende, die 38-jährige Liu Yi Chen, berichtete im Krankenhaus von dem Horrortag, an dem sie ihren Ehemann und ihr zehn Tage altes Baby verlor. Sie habe gerade ihr Baby gestillt, als die Erde wackelte und das 16-stöckige Wohnhaus einstürzte. Die Familie stürzte vom neunten Stock.

Die Einsatzkräfte nutzten Kräne, Bohrer, Spürhunde und Detektoren auf der Suche nach weiteren Überlebenden. Sobald sie sicher sind, dass sie alle Menschen aus den oberen Trümmerschichten herausgeholt haben, wollen sie sich mit Baggern durch riesige Betonteile zu den unteren Schichten vorarbeiten.

Taiwans scheidender Präsident Ma Jing Jeou versicherte, die Regierung tue alles, um in den "entscheidenden 72 Stunden" zu den Überlebenden zu gelangen.

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Erstellt:
9. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
9. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Februar 2016, 08:30 Uhr

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