Überfällige Korrektur

Kommentar zu strengeren Regeln für Vergleichsportale

Online-Vergleichsportale sind für viele Verbraucher unverzichtbar – und eine wertvolle Hilfe.

21.01.2021

Von Alexander Bögelein

Kaum jemand denkt heute noch an die Zeiten zurück, als es Verbrauchern nur mit großem Aufwand gelang, sich auch nur annähernd einen Überblick über verschiedene Angebote und deren Kosten zu verschaffen. Heute reichen wenige Klicks. Je mehr die Vergleichsportale an Bedeutung gewonnen haben, desto größer sind die Informationsvorteile der Verbraucher gegenüber den Verkäufern. Transparenz ist bares Geld wert.

Leider vergessen viele Menschen, dass sich Vergleichsportale mitunter nur das Deckmäntelchen des Verbraucherschutzes umhängen. In Wahrheit sind sie Verkaufsmaschinen und verdienen mit Provisionen so gutes Geld, dass sie auch locker teure Fernsehwerbung zu den besten Sendezeiten bezahlen können.

Vergleichsportale sind eine Macht und selbst für Versicherungsgesellschaften ein wichtiger Vertriebskanal geworden – natürlich gegen hohe Gebühren. Wo so viel Geld im Spiel ist, sollte niemand glauben, er werde neutral und vollständig informiert. Der Marktführer Check24 wurde mehrfach von Gerichten für sein Gebaren gerügt. Dass die Bundesregierung nun Plattformen unter anderem zwingt offenzulegen, welche Anbieter für gute Platzierungen unter den Suchergebnissen bezahlen, ist daher eine so begrüßenswerte wie überfällige Korrektur.

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Erstellt:
21. Januar 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Januar 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2021, 06:00 Uhr

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