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Mehr Waffen nach Syrien

USA verstärken Lieferungen an Rebellen - Experten warnen vor Wettrüsten

Mehr als 50 Tonnen an Waffen haben die USA am Sonntag an die umstrittenen syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten geliefert. Experten warnen vor einem Wettrüsten im Bürgerkriegsland.

14.10.2015
  • PETER DE THIER

Washington Die USA haben ihre militärische Unterstützung für die syrischen Rebellen deutlich verstärkt. Wie das Pentagon bestätigte, haben am Sonntag Transportflugzeuge der US-Streitkräfte 50 Tonnen an Munition, Handgranaten und anderen Waffen im Norden Syriens abgeworfen. Die Waffen galten den syrisch-kurdischen Volksvertedigungseinheiten YPG. Dabei sind die umstritten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft ihnen vor, tausende Zivilisten vertrieben zu haben.

In der vergangenen Wochen geriet auch die CIA zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Denn wenn man den Internetvideos glauben darf, die syrische Rebellengruppen veröffentlicht haben, dann wurden vom amerikanischen Geheimdienst gelieferte Panzerabwehrraketen ganz gezielt gegen russische Fahrzeuge eingesetzt. Die Rebellen brüsteten sich damit, aus Russland stammende Panzer und gepanzerte Wagen zerstört zu haben.

Die Befehlszentrale Special Operations Command (SOC) hat zudem die Drohneneinsätze über dem Kriegsgebiet intensiviert. Aufgabe der Drohnen sei es, Aufklärungsarbeit über Stellungen des von Moskau unterstützten syrischen Militärs zu betreiben, und die Führer des "Islamischen Staates" auszuspähen. "Es gelingt uns hierdurch, wichtige Information zu sammeln über die Pläne der IS", sagte Joe Votel, Oberkommandeur des SOC.

Da Barack Obama den Einsatz von Bodentruppen in Syrien ausgeschlossen hat, müssen sich die USA auf Unterstützung aus der Luft beschränken. Gleichwohl wächst angesichts des gescheiterten US-Ausbildungsprogramms für syrische Rebellen der Druck, das Vorpreschen des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Syrien zu bremsen. Das Pentagon hatte 580 Millionen Dollar für die Ausbildung und Bewaffnung von 5400 Rebellen ausgegeben. Beteiligt hatten sich aber nur etwas mehr als 60 Aufständische.

Unter Experten wächst die Sorge, dass die Konfrontation zugleich ein neues Wettrüsten zwischen Washington und Moskau auslösen könnte. "Dieser Gefahr dürfen wir uns nicht verschließen", sagte der frühere US-Verteidigungsminister Leon Panetta und warnte, dass die Folgen "weit über den Bürgerkrieg in Syrien hinausreichen könnten."

Derweil wirft Russlands Staatschef den USA mangelnde Kooperationsbereitschaft vor. Washington habe es abgelehnt, Moskau eine Liste möglicher Angriffsziele zu übermitteln, werfe Russland aber zugleich vor, die falschen Ziele anzugreifen, sagte Wladimir Putin. Er kündigte an, Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew in die USA zu entsenden, um eine Kooperation in der Syrien-Krise zu vereinbaren.

Die Regierungen in Washington und Moskau behaupten, dass ihr militärisches Engagement vorwiegend auf Stellungen des IS abzielt. Doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass russische Angriffe die syrischen Rebellen im Visier haben und die USA die Rebellen stärken.

USA verstärken Lieferungen an Rebellen - Experten warnen vor Wettrüsten
Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee, die angibt, Waffen von der CIA bekommen zu haben. Foto: dpa

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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