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USA schicken Kampfbomber
an Nordkoreas Küste
Ein Langstreckenbomber vom Typ Rockwell B-1 wird auf dem Andersen Air Force-Stützpunkt auf der Insel Guam im Westpazifik, 3000 Kilometer von Nordkorea entfernt, startbereit gemacht. Foto: Staff Sgt. Joshua Smoot/U.S. Air Force/dpa
Atomkonflikt

USA schicken Kampfbomber an Nordkoreas Küste

Auf die Verbalattacken der vergangenen Tage folgen nun Militärmanöver. Die USA lassen erstmals Militärjets entlang der Grenze fliegen.

25.09.2017
  • FELIX LEE MIT AFP

Washington. Nordkorea und die USA setzen ihre gegenseitigen Drohgebärden fort. Die USA ließen am Samstag Kampfbomber entlang der Küste Nordkoreas fliegen, um ihre militärische Stärke zu unterstreichen. Pjöngjang wiederum drohte mit einem Angriff auf das „gesamte US-Festland“. Befürchtungen eines neuerlichen nordkoreanischen Raketentests bestätigten sich allerdings nicht.

Der Einsatz in internationalem Luftraum sei der erste in diesem Jahrhundert, bei dem US-Kampfflugzeuge so weit nördlich vor der Küste Nordkoreas geflogen seien, teilte das Pentagon mit. Er zeige, wie ernst der US-Präsident das „rücksichtslose Verhalten“ Nordkoreas nehme.

Nordkorea reagierte am Wochenende wiederum mit einer großen Anti-USA-Kundgebung. Nach Angaben der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA versammelten sich am Samstag Hunderttausende auf dem Kim-Il-Sung-Platz, benannt nach dem Staatsgründer und Großvater des derzeitigen Machthabers. Viele von ihnen hielten Schilder in die Höhe. „Tod den amerikanischen Imperialisten“, stand darauf geschrieben. Oder: „Für eine totale Zerstörung der USA.“

Trump hatte es auch vor dem Manöver der US-Bomber schon nicht bei Verbalattacken belassen. Er ordnete am Donnerstag an, dass Banken weltweit künftig keine Geschäfte mehr mit Nordkorea abwickeln dürfen. Sollten sie sich widersetzen, würde das Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen in oder mit den USA haben. Jede Bank müsse sich entscheiden, sagte Trump in New York. „Geschäfte mit den USA oder Geschäfte mit Nordkorea.“ Der Weltsicherheitsrat wiederum hatte vor zwei Wochen die Sanktionen gegen Nordkorea erneut ausgeweitet. Es sind die inzwischen schärfsten Sanktionen, die je gegen ein Land verhängt wurden.

Doch auch die Drohung des nordkoreanischen Außenministers eines Wasserstoffbombentests über den Pazifik muss Ernst genommen werden. Experten halten diesen Schritt gar für logisch. Die unterirdischen Atomtests seien bereits erfolgreich gewesen, Abschüsse von ballistischen Interkontinentalraketen habe es ebenfalls schon gegeben. Um zu beweisen, dass die Raketen auch mit atomaren Sprengköpfen abgeschossen werden können, müsse Nordkorea nun beides kombinieren, sagte Yang Uk, Experte des koreanischen Verteidigungs- und Sicherheitsforum in Seoul. Es könne sein, dass das Regime in Pjöngjang bluffe, fügte Yang hinzu. Er vermutet jedoch, dass diese Pläne längst vorbereitet seien. Trumps Verbalattacken würden nur als Rechtfertigung herangezogen.

Ein oberirdischer Nukleartest mit sichtbarem Atompilz würde den Konflikt nicht nur auf eine deutlich höhere Eskalationsstufe befördern; er würde zudem internationales Gewässer radioaktiv verseuchen. Will Nordkorea bei dem Test keine Menschenleben gefährden, müsste das Regime vorab mitteilen, wo genau die Zündung erfolgen würde. Auf dem Pazifik herrscht reger Schiffsverkehr.

Den letzten Abschuss einer nuklear bestückten Rakete hatte China 1980 zu Testzwecken unternommen. Eine weltweite Übereinkunft verbietet oberirdische Atomtests. (mit afp)

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25.09.2017, 06:00 Uhr
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