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US-Riese meldet
Insolvenz an
Der US-Händler steckt in Schwierigkeiten. Foto: dpa
Toys R Us

US-Riese meldet Insolvenz an

Der Spielzeughändler hält der Internet-Konkurrenz nicht stand. Für Kunden ändert sich zunächst nichts.

20.09.2017
  • DPA

Wayne/Köln. Wachsende Konkurrenz im Online-Geschäft und eine drückende Schuldenlast zwingen den US-Spielwarenhändler Toys R Us in die Knie. Die Filialen auch in Deutschland sollen aber erst einmal weitermachen wie bisher. Der Mutterkonzern aus Wayne (New Jersey) stellte einen Antrag auf Gläubigerschutz.

Toys R Us beschäftigt insgesamt 64 000 Menschen. Die Gruppe hat 875 Filialen in den Vereinigten Staaten. Weltweit sind es über 1600, wenn man den Kinderausstatter Babies R Us mitrechnet, in Deutschland 66. Die überwiegende Mehrzahl der Märkte arbeite weiter profitabel und setze ihren Betrieb fort, betonte das Unternehmen. Die Gesellschaften in Europa, Asien und Australien seien zudem „nicht Teil des derzeit in den USA und Kanada stattfindenden Restrukturierungsprozesses“, hieß es aus der deutschen GmbH von Toys R Us in Köln.

Auch die Bestellmöglichkeiten im Internet blieben erhalten. Es gehe bei dem US-Verfahren „weder um eine Geschäftsauflösung noch einen Konkurs nach deutschem Verständnis“. Ziel sei es, die Schulden bei laufendem Betrieb zu senken. Die Zahlungsfähigkeit der europäischen Gesellschaften sei gesichert.

Vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft bringt der Schritt in den USA und Kanada dennoch Unruhe in die Branche. Toys R Us – 2005 von Investoren um Bain und KKR übernommen – ist ein weiterer klassischer Einzelhändler, dem Amazon & Co. stark zusetzen. Allein in diesem Jahr haben bereits mehr als ein Dutzend amerikanische Ketten wie Payless, Gymboree oder Perfumania Gläubigerschutz beantragt.

Dies bedeutet allerdings noch nicht das Ende. Viele Einzelhändler versuchen im Insolvenzverfahren, ihre unrentablen Läden zu schließen und parallel dazu das Online-Geschäft auszubauen. Auch im Fall von Toys R Us laufen die Geschäfte erst einmal weiter, Kredite werden aber zunächst nicht mehr bedient. Die Investoren hatten die Kette für 7,5 Mrd. Dollar (6,2 Mrd. EUR) gekauft und ihr die Schulden aufgebürdet.

Die drohende Umschuldung schlug auch auf den Aktienmarkt durch: Die Kurse der US-Spielzeughersteller Hasbro und Mattel fielen. Beide Konzerne sollen bereits Lieferungen eingeschränkt haben. dpa

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20.09.2017, 06:00 Uhr
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