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Manipulierte Abgaswert

US-Rechtsstreit: Richter setzt VW eine Frist

Einen Milliarden-Vergleich hat VW im US-Mammutverfahren wegen des Abgasskandals geschlossen. Für kleinere Dieselautos fehlt noch ein Kompromiss.

26.08.2016
  • DPA

San Francisco. Im US-Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte ringt Volkswagen weiter nach einer Lösung bei Zehntausenden größeren Dieselwagen. Der zuständige Richter Charles Breyer, bei dem Hunderte Zivilklagen gebündelt sind, erhöhte gestern den Zeitdruck in den Verhandlungen mit den US-Behörden. Bis zum 24. Oktober müsse VW die nötigen Unterlagen zur Klärung des Falls beim US-Umweltamt EPA einreichen, ordnete der Richter an. Es geht um etwa 85 000 Dieselwagen mit größeren 3,0-Liter-Motoren, die mit in den USA verbotener Software zur Abgaskontrolle ausgestattet sind.

Bei rund 480 000 kleineren Fahrzeugen mit 2,0-Liter-Motoren hat VW bereits einen Vergleich über bis zu 15,3 Mrd. Dollar (13,5 Mrd. EUR ) mit US-Klägern ausgehandelt. Nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA hatte der Konzern im September 2015 eingeräumt, in großem Stil Emissionswerte gefälscht zu haben.

Der Richter machte klar, dass die Zeit in der 3,0-Liter-Frage drängt, da die Autos nicht den US-Vorschriften entsprächen und somit illegal auf den Straßen unterwegs seien. Für den 3. November setzte Breyer eine weitere Anhörung an und forderte die Streitparteien zudem auf, parallel zum Rückrufplan Möglichkeiten für einen Vergleich auszuloten. Sollte es keine Fortschritte geben, müsse auch die Eröffnung eines Prozesses gegen VW geprüft werden, drohte er.

„Wir glauben immer noch, dass wir die Fahrzeuge reparieren können“, bekräftigte VW-Anwalt Robert Giuffra. Der Fall sei schwieriger als bei den kleineren 2,0-Liter-Motoren, man arbeite aber intensiv mit den US-Behörden an einer Lösung. Ein Vertreter des Justizministeriums sagte ebenfalls, die Angelegenheit sei sehr komplex, was einen verbindlichen Zeitplan erschwere.

Im Konflikt mit US-Vertragshändlern, die unter den Folgen des Abgas-Skandals leiden, hat Volkswagen indes einen Kompromiss gefunden. Es gebe eine grundsätzliche Einigung, den Vertrieb im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs zu kompensieren, teilte die US-Tochter Volkswagen Group of America mit. Zu den Details wurden noch keine Angaben gemacht, die Einzelheiten sollen bis Ende September ausgehandelt werden.

Weil der Konzern im Zuge der Abgasaffäre den Verkauf seiner Dieselmodelle in den USA gestoppt hatte, blieben die Autoverkäufer zum Teil auf den Wagen sitzen.

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26.08.2016, 06:00 Uhr
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