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Los Angeles

US-Polizei knackt das iPhone eines Attentäters

Die US-Bundespolizei FBI hat das Smartphone eines Attentäters geknackt. Zuvor wollte die Behörde Apple zwingen, ihr bei der Entschlüsselung zu helfen.

30.03.2016
  • AFP

Los Angeles. Die US-Regierung benötige die Unterstützung des Technologiekonzerns Apple nicht mehr und verzichte auf weitere gerichtliche Schritte, teilte das Justizministerium mit. Apple hatte sich zuvor einer gerichtlichen Anordnung widersetzt, dem FBI bei der Entschlüsselung des iPhones von Sayed Farook zu helfen.

Farook hatte Anfang Dezember mit seiner Ehefrau bei einem islamistischen Anschlag im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen erschossen, ehe das Paar von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet wurde. Das US-Justizministerium versuchte seit Mitte Februar, Apple zur Entschlüsselung des iPhones zu zwingen - mit der Begründung, dies könne möglicherweise wichtiges Beweismaterial ans Licht bringen. Apple weigerte sich jedoch trotz einer gerichtlichen Anordnung, den Ermittlern zu helfen. Das Unternehmen sah die Gefahr, dass ein Präzedenzfall geschaffen werden soll, um generell den Zugriff der Sicherheitsbehörden auf iPhones zu erleichtern.

In der vergangenen Woche hatte das Justizministerium mitgeteilt, von dritter Seite Tipps erhalten zu haben, wie die Passwort-Sperre auch ohne Mithilfe des Herstellers geknackt werden könne. Diese Methode war wohl erfolgreich. Die Ermittlungsbehörden hätten auf die gespeicherten Daten zugreifen können, teilte die Staatsanwaltschaft dem zuständigen Gericht mit.

Wer dem FBI beim Knacken des iPhones half, wurde nicht mitgeteilt. US-Medienberichten zufolge könnte es sich um israelische Spezialisten oder auch ehemalige Apple-Mitarbeiter handeln. Auch, was die Ermittler auf dem iPhone fanden, war zunächst unklar. Die vollständige Auswertung des iPhones und die nachfolgenden Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, erklärte FBI-Sprecherin Laura Eimiller. Ihren Angaben zufolge will das FBI vor allem herausfinden, ob die Attentäter Komplizen oder Unterstützer hatten und vielleicht noch andere Angriffe planten.

Apple erklärte in einer ersten Reaktion, dass das FBI den Fall niemals hätte vor Gericht bringen dürfen. "Apple glaubt fest daran, dass die Menschen in den USA und in der ganzen Welt ein Recht auf Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre haben. Das Eine für das Andere zu opfern, setzt Menschen nur noch größerer Gefahr aus."

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30.03.2016, 06:00 Uhr
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