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Uniklinikum will Flüchtlingen helfen

UKT-Personalrat verabschiedet Resolution

Das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) bereitet sich darauf vor, dass noch mehr Flüchtlinge in die Region kommen. „Wir werden uns nicht hinter den Klinikmauern verstecken“, so UKT-Chef Michael Bamberg. Derweil verabschiedete der Personalrat des Klinikums eine „Erklärung zur Lage der Flüchtlinge“.

09.10.2015
  • Volker Rekittke

Tübingen. „Menschen, die in Not sind, helfen wir – dafür sind wir da“, sagte Klinikums-Chef Michael Bamberg gestern auf TAGBLATT-Nachfrage. Von etlichen Mitarbeiter(inne)n bekam er mit, dass sie „sogar in ihrer Freizeit“ bereit seien, Flüchtlingen zu helfen. In den ersten zwei Tagen, nachdem hunderte Flüchtlinge in Ergenzingen angekommen waren, eilten Ärzte des Tübinger Uniklinikums in die Erstaufnahmestelle, der Leiter der Universitätsapotheke Hans-Peter Lipp brachte Medikamente vorbei.

Falls die Asylsuchenden im Landkreis nicht von niedergelassenen Ärzten betreut werden könnten, „werden wir einspringen“. Bisher jedenfalls gab es aus Sicht des Klinikums-Chefs noch keine größeren Probleme, auch die Kostenübernahme für die Behandlungen klappe ganz gut.

UKT bereitet sich auf noch mehr Flüchtlinge vor

Aktuell bereiten sich Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzte darauf vor, dass wohl noch deutlich mehr Flüchtlinge in der Region untergebracht werden. „Da kommt noch einiges auf uns zu“, so der UKT-Chef. Besonderes Augenmerk werde auf die Kinderklinik, die Frauenklinik sowie die Erwachsenen- wie auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie gelegt. Man sei deswegen in ständigem Kontakt mit dem Tübinger Regierungspräsidium und dem Kreisgesundheitsamt. Bamberg: „Wir sind da, wenn wir gebraucht werden.“

Bereits am 29. September hatte der Personalrat des Uniklinikums eine Erklärung „zur Lage der Flüchtlinge“ verabschiedet. „Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht“, heißt es darin. „Deshalb verpflichten wir uns, die Asylsuchenden auf dem Weg in eine sichere Zukunft zu unterstützen und willkommen zu heißen. Gemeinsam wollen wir auch weiterhin das weltoffene und tolerante Gesicht der Uniklinik Tübingen zeigen.“

Die Personalräte gehen davon aus, dass aufgrund der weltpolitischen Lage noch viele Flüchtlinge kommen und längere Zeit in Deutschland bleiben werden. Menschen auf der Flucht müssten „menschenwürdig und sicher“ untergebracht und in die Gesellschaft integriert werden. „Dabei ist es eine der Hauptaufgaben, langfristigen Wohnraum für Asylsuchende zu schaffen.“

„Humanität ist das Gebot der Stunde“

Ausdrücklich gedankt wird den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter(inne)n für deren Engagement. „Humanität ist das Gebot der Stunde, insbesondere für uns als Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Flüchtlinge haben ein Recht darauf, hier zu sein.“ Das Klinikum, so wird schließlich gefordert, möge sich „im Rahmen seiner Möglichkeiten in diesem Sinne engagieren“. Im Mitarbeiter-Info heißt es weiter: „Wir würden gerne alle Initiativen zur Unterstützung von Flüchtlingen von Beschäftigtenseite aus bekannt machen. Deshalb bitten wir sie, sich dazu beim Personalrat zu melden. Wir vermitteln auch gerne Kontakte für Hilfsangebote.“

Der Klinikumsvorstand sei „in der Zielsetzung mit dem Personalrat einig“, sagt Michael Bamberg, auf die Resolution angesprochen. Jedoch dürfe und wolle man keine allgemeinpolitischen Äußerungen machen, „die sich nicht auf die Krankenversorgung beziehen“. Dies gelte umso mehr vor dem Hintergrund des beginnenden Landtagswahlkampfs.

UKT-Personalrat verabschiedet Resolution
Michael Bamberg

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09.10.2015, 12:00 Uhr
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