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Probleme mit Baugrund und Firmenpleite: Fertigstellungstermin 2019 wackelt

Tunnelbauer hinken hinterher

Neue Probleme beim Karlsruher Tunnelbau, jetzt geht es um einen unterirdischen Halt. Ob die Inbetriebnahme nach Plan 2019 klappt, bleibt offen.

04.08.2016
  • DPA

Karlsruhe. Der Karlsruher Stadtbahntunnel könnte später fertig werden als geplant. Offiziell hält die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) zwar am Fertigstellungstermin 2019 fest. Hinter den Kulissen geht man aber von einer Inbetriebnahme ab 2020/2021 aus. Der jüngste Baggerstopp an der unterirdischen Haltestelle Europaplatz ist dafür nach Kasig-Angaben aber nicht der Grund. Zwar könnten sich die Bauarbeiten dort um „ein paar Wochen verzögern“. Auf den gesamten Tunnelbau habe dies jedoch keinen entscheidenden Einfluss, versicherte ein Sprecher. Der Umbau der Karlsruher City mit dem Stadtbahn-Tunnel unter der Fußgängerzone ist eines der größten Verkehrprojekte im Land. Die Kombilösung sieht zudem vor, die vierspurige Hauptverkehrsachse Kriegsstraße neu zu gestalten.

Gegen diesen Teil des 900-Millionen-Euro-Projekts hat der Bundesrechnungshof Einwände erhoben. Das Bundesverkehrsministerium prüft seit längerem die Wirtschaftlichkeit der Kombilösung, die die Verkehrssituation in der zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs verbessern soll. An sich wollte das Ministerium bis Ende Juni den Karlsruhern ein Signal geben, wie es weitergeht – es lässt die Stadt aber weiter im unklaren. Einem Bericht der „Badischen Neuesten Nachrichten“ (BNN) zufolge verschiebt sich die Fertigstellung des Stadtbahntunnels als Herzstück des Jahrhundertprojekts ins nächste Jahrzehnt.

Ein Kasig-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. Allerdings räumte er auf Nachfrage ein, dass man durch Verzögerungen seit Beginn des Baus im Jahr 2010 insgesamt dem Zeitplan hinterherhinke. Etwas langsamer voran als geplant ging es unter anderem wegen unerwarteter Fundamente im Bauuntergrund, der Pleite einer großen Baufirma und Bauarbeiten, die teils länger dauerten als vorgesehen.

Den aktuellen Stopp beim Ausbaggern an der unterirdischen Haltestelle Europaplatz erklärt die Kasig mit Problemen beim Untergrund, der Sohle. Dass es möglicherweise Dichtigkeitsprobleme geben könnte, sei zwar schon seit Baubeginn bekannt. Weil die Auffüllung mit Zement noch immer nicht für ausreichende Festigkeit sorgte, gebe es nun weitere Pläne. Vorgesehen ist, die Wände zur Entlastung des Bodens mit Streben zu versteifen oder diese mit Ankern zu stabilisieren, bestätigte die Kasig den Bericht.

Am Stadtbahn-Tunnel unter der Fußgängerzone, wo sich Haltestellen inzwischen schon im Rohbau befinden, ist nach Kasig-Angaben nicht mehr zu rütteln. Auf der Kippe steht allerdings das „Teilvorhaben Kriegsstraße“, wo der Umbau im Oktober starten sollte. Der Bund hatte zugesagt, das Bauvorhaben mit bis zu 60 Prozent zu fördern. Stadt und Land teilen sich den Rest.

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04.08.2016, 06:00 Uhr
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