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Tüv entdeckt gravierende Mängel im Brandschutz
Der neue Flughafen bleibt eine Dauerbaustelle. Foto: Ralf Hirschberger
Hauptstadtflughafen

Tüv entdeckt gravierende Mängel im Brandschutz

Sechs von zehn Anlagen sind durchgefallen. Zeitplan kann erneut nicht eingehalten werden.

24.11.2017
  • Henning Kraudzun

Schönefeld. Der Bau des neuen Hauptstadtflughafens verläuft offenbar weiterhin chaotisch. Ein Prüfbericht listet neue gravierende Mängel auf, die den erst im September beschlossenen Terminplan ins Wanken bringen.

Der Prüfbericht des Tüv Rheinland, aus dem der „Tagesspiegel“ zitiert, kommt zu dem Schluss, dass der „Betrieb der Entrauchungsanlage nicht zulässig“ sei. Mängel wurden darüber hinaus in der Sprinkleranlage, im Notrufwarnsystems und in der Sicherheitsstromversorgung festgestellt. Sechs von zehn Anlagen sind bei der Prüfung durchgefallen. Geraden beim Brandschutz kam es in den vergangenen Jahren zu den größten Problemen. Die in dem Bericht beschriebenen Mängel wurden vom Betreiber weitgehend bestätigt. In der 33-seitigen Expertise wurde nur der so genannte Main Pier Nord des Fluggastterminals untersucht, die Inspektion im südlichen Teil sagten die Experten aufgrund der schlechten Ergebnisse ab.

Der Tüv geht jedoch davon aus, auch in anderen Bereichen zu ähnlichen Befunden zu kommen und spricht von „systemischen Mängeln“. Dagegen hatte die Flughafengesellschaft im Geschäftsbericht für 2016 mitgeteilt, dass es bei Tests im Main Pier Nord zu keinen Problemen gekommen war.

Dadurch könnte der erst seit September geltende neue Rahmenterminplan ins Wanken geraten, in dem eine Fertigstellung sämtlicher Bauarbeiten bis Ende August 2018 vorgesehen ist. Das reibungslose Zusammenspiel sämtlicher Komponenten im Terminal soll erst von Herbst 2018 an überprüft werden. Einen Eröffnungstermin will Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup in knapp drei Wochen nennen.

Scheitert das Projekt?

Gestern bekräftigte er, einen „unternehmerisch verantwortlichen Termin zur Inbetriebnahme“ vorzuschlagen – den siebten seit der ersten geplatzten Eröffnung. Zuletzt galt als realistisch, den Airport noch im Jahr 2020 in Betrieb nehmen zu können. Der Prüfbericht schürt daran jedoch neue Zweifel.

Gutachter Dieter Faulenbach da Costa hält auch ein komplettes Scheitern des Projekts für realistisch. „Es braucht schon ein großes Wunder“, sagt der Flughafenplaner. Nach seiner Einschätzung mangelt es an einer durchgängigen Systemarchitektur, wodurch sich die technischen Anlagen kaum steuern lassen. „Die Politik sollte endlich einen Schnitt machen“, fordert Faulenbach da Costa.

Die Grünen-Fraktion im Brandenburger Landtag spricht von einem „deprimierenden Ergebnis systemischen Versagens“. Die CDU-Fraktion hält die „Glaubwürdigkeit der Flughafenbosse für schwer beschädigt.“ Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus untermauerte ihre Forderungen, Tegel offen zu halten. Die Flughafengesellschaft erklärte, die noch verbleibenden Mängel konsequent zu beheben.

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24.11.2017, 06:00 Uhr
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