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Türkei weitet Offensive aus: Kurden ziehen ab

26.08.2016
  • DPA/AFP

Karkamis. Nach ersten Erfolgen bei ihrer Offensive gegen die Dschihadistenmiliz IS hat die Türkei ihre Militärintervention im Norden Syriens ausgeweitet. Zehn Kampfpanzer und Truppentransporter rollten am Donnerstag bei Karkamis über die Grenze. Die türkischen Streitkräfte setzten bei ihrem „Schutzschild Euphrat“ genannten Einsatz in der Umgebung der Grenzstadt Dscharablus Kampfjets, Panzer und Artillerie ein. Die an der Seite der Türkei kämpfenden syrischen Rebellen nahmen die Stadt am Westufer des Euphrats am Mittwoch ein.

Verteidigungsminister Fikri Isik beanspruchte für die Türkei das „Recht“, in Syrien auch kurdische Einheiten zu bekämpfen. Der Einsatz richtet sich nach Angaben der Regierung sowohl gegen den IS als auch gegen die syrisch-kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD), die von den USA unterstützt wird. Die Regierung in Ankara will die Ausweitung der kurdischen Einflussgebiete in Syrien und somit die Entstehung eines eigenständigen kurdischen Autonomiegebietes verhindern. Verteidigungsminister Isik machte sich am Donnerstag die Forderung von US-Vizepräsident Joe Biden zu eigen, der am Mittwoch bei einem Besuch in Ankara den Rückzug der kurdischen Einheiten auf Stellungen östlich des Euphrats verlangt hatte. Die Kurden begannen darauf am Donnerstag, ihre Einheiten wie von den USA gefordert zu verlegen.

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26.08.2016, 06:00 Uhr
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