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Spannungen

Türkei warnt vor „Religionskriegen“

Nach dem Kopftuchurteil des EuGH kommen erneut schwere Vorwürfe aus Ankara.

17.03.2017
  • DPA

Istanbul. Die Türkei hat die EU erneut scharf angegriffen und vor „Religionskriegen“ in Europa gewarnt. Nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, wonach Kopftücher am Arbeitsplatz verboten werden können, warf der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Europa vor, „einen Kampf Kreuz gegen Halbmond“ angefangen zu haben. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sprach von „Religionskriegen“ in Europa.

Erdogan verbat sich zudem eine Einmischung der Europäer: „Was geht Euch das Referendum in der Türkei an?“. Europa hatte nach wiederholten verbalen Attacken aus der Türkei in den vergangenen Tagen zur Mäßigung aufgerufen, dennoch lastete Erdogan den Niederlanden wieder das Srebrenica-Massaker in Bosnien-Herzegowina an. „Schande über deren Demokratie. Schande über Eure Rahmenbedingungen der Europäischen Union und Eure Werte! Schande über Eure Justiz und Gerechtigkeit“, rief Erdogan der jubelnden Menge zu.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hatte den Massaker-Vorwurf schon am Dienstag als „widerliche Geschichtsverfälschung“ zurückgewiesen. Tatsächlich hatten das Massaker in Srebrenica im Juli 1995 bosnisch-serbische Truppen verübt. Niederländische Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen hatten den Angreifern die Stadt zuvor allerdings kampflos überlassen.

Cavusoglu sagte, Europa werde schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen habe. Ansonsten werde die Türkei es Europa beibringen. „Ihr werdet von Eurem befehlenden Diskurs absehen. Die Türkei befiehlt“, sagte er. Die Türkei sei die „Umma“, die weltweite Gemeinschaft von „zwei Milliarden“ Muslimen. „Deshalb könnt Ihr mit der Türkei nicht im Befehlston sprechen. Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt um etwas bitten.“

Unterdessen mahnte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Türkei, die Gesetze und Prinzipien des Grundgesetzes bei Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland einzuhalten. Bereits zuvor hatte die Bundesregierung betont, dass Auftritte türkischer Politiker zwar möglich sind, diese aber an eine „konstruktive Zusammenarbeit“ geknüpft werden. dpa/afp

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17.03.2017, 06:00 Uhr
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