Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Auslieferung Gülens „politische Entscheidung“

Türkei stellt Beziehung zu den USA in Frage

Ankara erhöht wegen des Putschversuchs den Druck auf Washington, Fetullah Gülen auszuliefern. Gülen fordert eine internationale Untersuchung.

13.08.2016
  • DPA

Ankara. Die von der Türkei geforderte Auslieferung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen ist nach Ansicht der Regierung in Ankara eine politische Entscheidung. „Die juristischen Verfahren werden zu einem Ergebnis führen, aber am Ende wird die Entscheidung der US-Regierung eine politische Entscheidung sein“, sagte Justizminister Bekir Bozdag. „Und keine Auslieferung ist auch eine politische Entscheidung.“ Bozdag warnte: „Ihn nicht auszuliefern, hieße in einem Fall wie diesem natürlich, die Freundschaft Fethullah Gülens über die Freundschaft der Türkei zu stellen.“ Es könne kein Zweifel bestehen, dass Gülen für den Putschversuch in der Türkei verantwortlich sei. „Die ganze Welt weiß, wer der Täter ist.“ Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die USA bereits aufgefordert, eine Wahl zwischen ihrem Nato-Bündnispartner und Gülen zu treffen.

Gülen wies die Anschuldigungen der türkischen Regierung zurück. „Ich fordere, dass eine internationale, unabhängige Kommission die Ermittlungen zu diesem Putschversuch führt“, schrieb Gülen in der französischen Zeitung „Le Monde“. „Falls ein Zehntel der gegen mich erhobenen Anschuldigungen zutreffen sollte, verpflichte ich mich, in die Türkei zurückzukehren und die härteste Strafe hinzunehmen.“

Eine in der Türkei festgenommene Deutsche ist wieder frei. Die Frau sei am Freitag aus der Haft entlassen worden, teilte das Auswärtige Amt mit. Der 48-Jährigen mit türkischen Wurzeln soll dem Bericht zufolge eine Mitgliedschaft in der Gülen-Bewegung vorgeworfen worden sein.

Die türkischen Justizbehörden ordneten die Festnahme des früheren Fußballstars Hakan Sükür und die Beschlagnahme seines Vermögens an. Der in den USA lebende Ex-Nationalspieler wird beschuldigt, Gülen-Anhänger und damit Mitglied einer „Terrororganisation“ zu sein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Sükür hat sich in der Vergangenheit offen zu seiner Gülen-Sympathie bekannt.

Nach dem Putschversuch haben 32 Diplomaten und andere Mitarbeiter des Außenministeriums die von der Regierung angeordnete Rückkehr aus dem Ausland verweigert. 32 von 208 zurückgerufenen Mitarbeitern seien „auf unterschiedlichen Wegen in andere Länder geflohen“, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu: „Wir werden daran arbeiten, dass sie ausgeliefert werden.“

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

13.08.2016, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Hungrige Plagegeister Tipps zum Umgang mit Wespen
Kommentar zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Türkei Gefahr für Europa
Kommentar Pflegekräfte Dunkelgraue Grauzone

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular