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Kommentar zur Kinderzahl

Tücken der Statistik

In teuren und kinderfeindlichen Städten ist die Zahl der Geburten geringer als in familienfreundlichen Kommunen. Noch mehr Nachwuchs kommt auf dem Lande zur Welt. So haben es jedenfalls die Bundes-Bevölkerungsforscher herausgefunden, und erst einmal leuchtet die Statistik auch ein.

03.04.2018

Von André Bochow

Wer will schon bei immer schneller steigenden Mieten in Stuttgart oder Berlin eine Familie gründen, wenn dort auch noch der Kampf um die Kita-Plätze oft schon während der Schwangerschaft beginnt?

Merkwürdigerweise wächst aber die Bevölkerung sowohl der deutschen wie auch die der baden-württembergischen Hauptstadt. In Stuttgart spricht man gar von einem anhaltenden Babyboom. Offenbar lassen sich Eltern nicht immer von Mietpreisen, Autoabgasen und von dem schrumpfenden Freiraum für Kinder abschrecken. Kino, Theater, Restaurants, Schule sowie Ärzte in der Nähe und vor allem Arbeit ziehen eben auch Familien in die großen Städte.

Das heißt nicht, dass Forderungen nach Wohnungsbau und Mietpreisbremse, nach mehr und besseren Kita-Plätzen und nach einer lebenswerten Umgebung für Kinder falsch sind. Im Gegenteil. Darum muss sich die Politik in wachsenden Städten besonders kümmern. Aber aus der Statistik herauszulesen, die Erfüllung des Kinderwunsches hänge immer mehr am Geldbeutel der Eltern, geht an der deutschen Realität vorbei.

Zu der gehört allerdings auch, dass der erfüllte Kinderwunsch immer häufiger zum Armutsrisiko wird. Vor allem für Alleinerziehende. Und das hängt in hohem Maße mit der immer noch unzureichenden Vereinbarkeit von Beruf und Familie zusammen. In Stadt und Land.

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Erstellt:
3. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. April 2018, 06:00 Uhr

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