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Tombola vom verletzten Tigerle

Tübinger Mountainbike-Profi Thomas Schmitt startete Spendenaktion für krebskranke Kinder

Da sich „Walter Tigers“-Maskottchen Thomas Schmitt im Januar verletzte, kann er vorerst weder aufs Mountainbike steigen, noch ins Tigerkostüm schlüpfen. Er nutzt die Zeit, um Geld für krebskranke Kinder zu sammeln.

02.05.2012

Von Sascha Geldermann

Tübingen. Vor seiner Verletzung hat sich Thomas Schmitt durch seine sportlichen Leistungen einen Namen gemacht. Bei den Spielen der Tübinger Basketball-Mannschaft sorgte er im Kostüm als „Tiger Walter“ für akrobatische Einlagen. Dabei sprang er auch schon mal auf einem Fahrrad über Hindernisse. Schließlich ist er ein Mountainbike-Profi, der vor drei Jahren in der Disziplin „Downhill“ die Deutsche Meisterschaft der Lizenz-Masters Klasse holte.

„Das war ein richtiges Märchen“, sagt Schmitt zu diesem Sieg. Er habe sich spontan für die Teilnahme an der Meisterschaft entschieden und bekam sowohl das Rad als auch die benötige Lizenz erst ein paar Tage vorher. Fast ohne Training zog er dann an allen Kontrahenten vorbei.

Der Diplom-Sportwissenschaftler Jahrgang 1979 arbeitet als Test- und Fotobiker für das Magazin „MountainBIKE“. Während er auf Rad-Events von Fans mit seinem Spitznamen „der Professor“ gegrüßt wird, rufen ihn Tübinger für gewöhnlich eher „Hey, Tigerle“ hinterher.

Seit Januar kann Schmitt weder als Mountainbike-Professor noch als Maskottchen-Tiger unterwegs sein. „Ich bin ganz unspektakulär beim Snowboarden in eine Kuhle gefallen und vornüber in den Schnee gekippt.“ Die Folge: Sehnenriss in der Schulter. Die Operation ist nun zehn Wochen her. „Definitiv verheilen wird die Verletzung aber erst im August“, sagt der Mountainbike-Profi. Nächsten Monat möchte er langsam wieder mit dem Rennradfahren anfangen. Im Herbst könnte Schmitt vielleicht bei einem Wettbewerb starten. Die Rückkehr ins Tiger-Kostüm ist für den Beginn der nächsten Basketball-Saison definitiv geplant.

Dass Schmitt nun mehr Zeit hat, nutzt er um ein bereits vor der Verletzung geplantes Spendenprojekt umzusetzen. „Im vergangenen Jahr habe ich in einer Stuttgarter Klinik als Tigerle Kuscheltiere an krebskranke Kinder verteilt“, sagt Schmitt. Die Erfahrung dort war einer der Gründe für den Entschluss, Geld für solche Kinder aufzutreiben. Der „Professor“ hatte mehrere Ideen, wovon sich am Ende eine Spenden-Tombola durchsetzte.

Wer Geld auf das Konto des „Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen“ überweist und im Betreff „Spenden mit dem Prof“ sowie die eigene Adresse angibt, nimmt an der Verlosung teil. Als Gewinne winken Sachpreise im Gesamtwert von rund 2000 Euro – darunter Rücksäcke, Shirts oder Biker-Schuhe, die Schmitt von verschiedenen Firmen zugesichert bekommen hat. „Diese kleinen Dinge könnten viel ausmachen und zum Spenden animieren“ sagt er.

Schmitt entschied sich mit dem Förderverein bewusst für ein regionales Projekt: „Dann wissen die Leute genau, wohin das Geld geht.“ Er wollte auch kein eigenes Konto anlegen, da das Geld zu 100 Prozent in die Krebshilfe fließen soll.

Die Spenden-Aktion startete Ostern. Bisher übersteigen die erhaltenen Spenden noch nicht den Sachwert der Preise. Aber Schmitt ist optimistisch, dass sich das in den nächsten Wochen ändert. Mitte oder Ende Mai möchte er die Gewinner ziehen – wahrscheinlich auf der Onkologie der Tübinger Kinderklinik.

Info: Weitere Infos zur Spenden-Aktion und die Kontodaten des Fördervereins gibt es auf Schmitts Website: www.vollblutrider.de

Thomas Schmitt Bild: Geldermann

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Erstellt:
2. Mai 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Mai 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Mai 2012, 12:00 Uhr

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