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Tübinger Medizintechnikfirma Erbe bekommt einen Preis für Familienfreundlichkeit
Bei der Preisverleihung in Stuttgart: Links neben Ulrike Stehr (Erbe-Abteilungsleiterin für Personal- und Organisationsentwicklung) steht Stefan Küpper, Geschäftsführer für Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik der Arbeitgeber Baden-Württemberg, rechts Thomas Ritter, bei Erbe Abteilungsleiter Personalbetreuung. Bild: BBQ Berufliche Bildung
Kinder und Karriere? Ja bitte!

Tübinger Medizintechnikfirma Erbe bekommt einen Preis für Familienfreundlichkeit

Erbe Elektromedizin ist ein „familienbewusstes Unternehmen“ – die erste Firma im Kreis Tübingen, die dieses Prädikat verliehen bekommen hat. Egal ob bei Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen – die knapp 600 Erbe-Beschäftigten werden durch vielfältige Angebote ihres Arbeitgebers unterstützt.

02.12.2015
  • Volker Rekittke

Tübingen. Arbeitszeitmodelle gibt es viele bei Erbe Elektromedizin. So viele, dass Ulrike Stehr lieber sagt: „Wir finden so gut wie immer eine für beide Seiten passende Lösung.“ Und das für rund zehn Prozent – so hoch ist die Teilzeitquote – der insgesamt 589 Erbe-Beschäftigten. Immerhin zwei der Teilzeitkräfte sind Teamleiterinnen, arbeiten also auf der mittleren Führungsebene. Der Anteil von Frauen an der Belegschaft beträgt ein Drittel. Zuletzt stieg der Anteil weiblicher Mitarbeiter leicht an, so Stehr. Die Abteilungsleiterin für Personal- und Organisationsentwicklung ist seit 2009 bei der Tübinger Medizintechnikfirma.

Von Ferienprogramm bis Homeoffice

In den vergangenen Jahren sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer wichtiger geworden, so Stehr. Weil die Rollenbilder sich verändern, weil auch Männern die Zeit mit ihren Kindern wichtiger wird und sie deshalb häufiger in Elternzeit gehen. Und weil das expandierende Unternehmen immer auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern ist – und selbstredend auch nach Mitarbeiterinnen.

Seit vielen Jahren beschäftigt man sich bei Erbe intensiv mit dem Thema Familie und Beruf. Bei den Mitarbeiterbefragungen 2009 und 2012 wünschten sich viele, mehr Unterstützung des Arbeitgebers für die Kinderbetreuung und bei der eigenen Karriereplanung mit Kindern zu bekommen. So wurde das Erbe-Kinderferienprogramm ins Leben gerufen, in Kooperation etwa mit der TSG Tübingen, der Familienbildungsstätte oder dem Reutlinger Umweltzentrum Listhof. Es gab auch Schulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte, etwa zum Thema Pflege oder zu „Burnout früh erkennen und vorbeugen“.

Mittlerweile gibt es neben den verschiedenen Teilzeitangeboten auch die Möglichkeit zum Homeoffice, also sich zuhause mit dem Laptop ins Unternehmen einzuloggen. Stehr: „Da wo’s geht, machen wir’s.“ Und zwar immer abhängig von Tätigkeit und Team.

Familiäre Notfälle haben Vorrang

Ganz wichtig ist ihr aber dieser Grundsatz, der auch von der Geschäftsleitung unterstützt werde und fester Bestandteil der Unternehmenskultur sei: „Familiäre Notfälle haben Vorrang.“ Damit die Mitarbeiter/innen guten Gewissens zum Telefonhörer greifen und sich im Geschäft melden können, wenn das Kind am Morgen mit Fieber im Bett liegt oder der kranke Vater versorgt werden muss.

Seit gut einem Jahr arbeitet die Firma Erbe mit dem bundesweit tätigen Anbieter PME Familienservice zusammen. Alle Mitarbeiter können sich an PME-Berater wenden: Wie organisiere ich Betreuung und Pflege, wo gibt es einen passenden Kita-Platz fürs Kind? Aber auch bei persönlichen Krisen können die Beschäftigten dort anrufen: „Lebenslagen-Coaching“ bietet PME ebenfalls an, vermittelt bei Bedarf Kontakte etwa zu Therapeuten oder Psychologen. Ganz wichtig: Die Anonymität der Hilfesuchenden sei dabei garantiert, so Stehr.

In diesen Tagen läuft nun die aktuelle Mitarbeiter-Befragung bei Erbe. Stehr: „Ich bin gespannt auf das Ergebnis.“

Auch in Tübingen: das Unternehmensnetzwerk/familyNET

Als „familienbewusstes Unternehmen“ wurden insgesamt 33 Südwest-Firmen von Wirtschaftsministerium, den Arbeitgebern und dem Landesfamilienrat Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Bewertet wurden unter anderem eine familienfreundliche Personalentwicklung, die Gestaltung von Arbeitsort, -zeit und -organisation, welche Rolle Familie, Gesundheit sowie bürgerschaftliches Engagement der Mitarbeiter spielen – und wie die entsprechende Unternehmenspolitik intern kommuniziert wird.

Das Prädikat wird im Rahmen des landesweiten Projekts familyNET verliehen.

Weitere Preisträger in der Region: Transtec (Reutlingen) sowie Die Zieglerschen (unter anderem die Seniorenheime in Wannweil und Kirchentellinsfurt).

Kontakt zum Tübinger Unternehmensnetzwerk/familyNET: Katherine Enke, BBQ, Tel. 07071/ 9652722; Mail: enke.katherine@biwe-bbq.de

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02.12.2015, 19:00 Uhr
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