Tübinger Regionalstadtbahn

Tübinger FDP gegen RSB-Innenstadtstrecke

Bei einer Mitgliederversammlung stimmt eine deutliche Mehrheit der Tübinger Liberalen gegen die Innenstadtstrecke.

19.07.2021

Von ST

Auch durch die Mühlstraße würde die Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn führen. Archivbild: Ulrich Metz

Die Tübinger FDP hatte in ihrem Kommunalwahlprogramm angekündigt, über die Unterstützung der Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn zu entscheiden, sobald die Ergebnisse der Alternativenprüfung vorliegen. Am 13. Juli fand deshalb eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu diesem Thema statt.

Als Gäste der Mitgliederversammlung stellten Prof. Tobias Bernecker, Geschäftsführer des Zweckverbands Regionalstadtbahn, und Steffen Thomma aus dem Planerteam des Verbands das Gesamtprojekt Regionalstadtbahn vor und beantworteten zahlreiche Fragen der Mitglieder.

Nach Stellungnahmen des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat und Befürworters der Innenstadtstrecke, Dietmar Schöning, sowie des Sprechers der Bürgerinitiative „Gleisfrei“, Thomas Helle, habe „eine eingehende, abwägende Diskussion“ stattgefunden, heißt es in einer Mitteilung. Der FDP-Stadtverband Tübingen habe daraufhin mit einer deutlichen Mehrheit die Ablehnung der Innenstadtstrecke beschlossen.

Zentrale Argumente waren die hohe Belastung der Innenstadt während der langen Bauphase, die schwierige Verkehrssituation im Bereich Neckarbrücke-Mühlstraße-Wilhelmstraße sowie der große CO2-Rucksack und die weit in der Zukunft liegenden CO2-Einsparungen. Das Verhältnis zwischen Belastungen und Nutzen rechtfertigte für die Mehrheit den Bau einer Innenstadtstrecke nicht.

In der Diskussion sprachen sich zahlreiche Mitglieder für den raschen Aufbau eines klimaneutralen Bussystems aus, das sich an die nach Tübingen führenden Strecken der neuen Regionalstadtbahn anschließen soll. Hierfür spreche „die höhere Flexibilität, die schnellere Einsatzbereitschaft und der erheblich geringere CO2-Rucksack im Vergleich zur RSB-Innenstadtstrecke“.

Der FDP-Stadtverband wird mit keiner Bürgerinitiative kooperieren, sondern möchte stattdessen alle seine Mitglieder für den Bürgerentscheid am 26. September zu einer individuellen Abwägung ermutigen.

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Erstellt:
19. Juli 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Juli 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2021, 01:00 Uhr

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