Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Baseball: Nächstes Debakel, nächster Abstieg

Tübingen Hawks sind nach 1:11 gegen Bad Homburg sportlich aus der Bundesliga abgestiegen

Im Vorjahr war’s ein 0:15, am Samstag ein 1:11. Die Tübingen Hawks sind aus der Bundesliga abgestiegen. Das 0:3 in der Serie gegen Bad Homburg war eine Enttäuschung. Jetzt beginnt ein Wartespiel über den Sommer, ob der Abstieg auch tatsächlich Realität werden wird.

06.09.2015
  • Moritz Hagemann

Tübingen. Der Stadionsprecher der Tübingen Hawks hatte am Samstagmittag wohl schon eine Vorahnung. Zum „letzten Heimspieltag dieser Saison“ hatte er die Zuschauer begrüßt. Die waren nicht wirklich zahlreich erschienen. Gut 80 Personen hatten sich versammelt, Eintritt wurde schon gar nicht mehr verlangt. Und dann noch dieser Satz des Stadionsprechers, obwohl die Tübingen Hawks mit zwei Siegen hätten ausgleichen können – und ein entscheidendes fünftes Spiel am kommenden Samstag zuhause erzwingen hätten können.

Das Spiel und die gesamte Saison seien letztlich enttäuschend verlaufen, bilanzierte Stefan Feldweg, der zweite Hawks-Vorsitzende. Dabei begannen die Tübinger am Samstag gar nicht schlecht, hatten ein paar gute Aktionen – aber keine Punkte auf der Anzeigetafel. „Da haben wir ja gezeigt, dass wir mithalten können“, sagte Feldweg. 0:0 hatte es nach drei Innings gestanden, dann haute Homburgs Gary Owens den Ball über den Fangzaun hinaus. Es war die Führung, die die Hornets nie wieder hergegeben haben.

Deutlich wurde es dann im sechsten Spielabschnitt. Da klappte bei Tübingen nichts mehr und bei Bad Homburg alles. Am Ende konnten die Hornets ganze sechs Runs laufen. Die Partie war beim Stand vom 8:1 entschieden. Der Japaner Shu Sasaki lief im achten und letzten Inning den einzigen Run für die Hawks. Bei den Tübingern überwiegt nun die Enttäuschung – und die Aufarbeitung, das zweite Mal in Serie als schlechtestes Team der Bundesliga Süd die Saison zu beenden. „Wir wollen der Mannschaft Zeit geben, auf den Boden zu kommen“, sagte Feldweg, der andeutete, dass der Kanadier Allan Attridge auch in der kommenden Saison der Tübinger Trainer sein könnte. Attridge war nach einem Trip in die Heimat am Samstag auch wieder für die Tübinger aktiv.

Doch Feldweg nannte als Saisonfazit nicht nur Negatives. So hätten sich die jungen Spieler aufgrund ihrer Einsatzzeiten gesteigert. „Da sieht man sehr positive Entwicklungen“, sagte er. Und hat nun einen langen Sommer vor sich. Denn die Hawks wissen noch nicht, ob sie in der kommenden Saison in der Bundesliga oder doch in der zweiten Liga spielen werden. Schon in der Vorsaison wurde dies zu einem Geduldsspiel. Jetzt wären die München Caribes wohl der einzig mögliche Aufsteiger, doch – wie berichtet – deutet alles darauf hin, dass die Münchner verzichten und die Hawks damit erstklassig bleiben.

Tübingen Hawks sind nach 1:11 gegen Bad Homburg sportlich aus der Bundesliga abgestiegen
Der Abstiegskonkurrent Bad Homburg hat bei den Tübinger Hawks (im Bild Timo Stolz) heftig Staub aufgewirbelt. Bild: Rippmann

Etwas nach Spielbeginn am Samstag traf Kyle Waddell zum letzten Tübinger Saisonspiel ein. Der 26-Jährige aus Großbritannien darf aktuell nicht mehr mitspielen. Und das als einziger All-Star aus Tübinger Kreisen, dem vermeintlich besten Hawks-Spieler. Schon letztes Jahr, so berichtet der zweite Hawks-Vorsitzende Stefan Feldweg, habe Waddell zu einem Doping-Test müssen. Der fiel positiv aus. Deshalb ist er seit Ende Juli gesperrt. Ephedrin heißt der Stoff, der bei Kyle Waddell gefunden wurde. Feldweg hat dafür eine relativ einfache Erklärung: „Das ist in vielen Mitteln gegen eine Erkältung drin.“ Und Waddell habe in der Phase des Test oft mit einer solchen zu kämpfen gehabt. Die Hawks intervenierten beim Verband und der Anti-Doping-Kommission. Jedoch vergeblich. Waddell steht vor einer Sperre von zwei Jahren, wie üblich für so ein Vergehen. Und wird deshalb auch nicht mehr für die Tübingen Hawks spielen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

06.09.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 
Video-News: Fußball
Diese Funktion wurde deaktiviert.

Um das neue Messenger-Widget zu nutzen, besuchen Sie bitte tagblatt.de/whatsapp.
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Schwitzkasten-Fußball-Elf der Woche Erst Halle, dann frische Luft
Kommentar Falsche Wortwahl
Handball-Bezirksliga Kreuzbandriss am Geburtstag
Basketball-Regionalliga Schwarz-Gelb schlägt Rot
Schwitzkasten
Schwitzkasten

Ob die weltweit wohl meistgesehene Tipp-Runde für die Fußball-Landesliga oder die beliebte "Elf der Woche" - für solche Formate gibt es den "Schwitzkasten" der TAGBLATT-Sportredaktion.
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular