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Übernahme

Tschechischer Milliardär kauft Metro-Aktien auf

Daniel Kretinsky erhält 5,4 Prozent von Ceconomy und kann 15,2 Prozent von Haniel übernehmen.

25.06.2019

Von DPA

Ringt mit Problemen außerhalb des Kerngeschäfts in Deutschland: die Metro. Foto: Ina Fassbender/dpa

Grünwald/Düsseldorf. Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky kauft vom Elektronikhändler Ceconomy 5,4 Prozent der Metro-Aktien – ein weiterer Schritt, um die Kontrolle über die Großhandelskette zu bekommen. Neuer Besitzer des Aktienpakets ist Kretinskys Firma EP Global-Commerce in Grünwald bei München. Die Übernahme der Aktien sei Kretinsky im September eingeräumt worden, teilte Ceconomy mit. Vollzogen werde die Transaktion in den nächsten Tagen.

Im August 2018 war EP bei dem schwächelnden Großhändler Metro eingestiegen. Inzwischen hat sich EP über Aktienkäufe und Kaufoptionen den Zugriff auf mehr als 30 Prozent der Aktien gesichert. Am Freitagabend hatte Kretinsky für Stammaktien der Metro AG 16 EUR und für Vorzugsaktien 13,80 EUR angeboten.

Das Angebot liegt zwar deutlich über dem Kurs der Metro-Aktie vor dem Bekanntwerden des Kretinsky-Einstiegs, aber nur geringfügig über dem Börsenkurs am Freitag. Deshalb hat der Metro-Konzern seinen Aktionären zunächst von einem Verkauf abgeraten.

Die Hoffnungen der Börse auf eine Nachbesserung des Angebots sind aber offenbar gering. Die Metro-Stammaktie notierte am Montag mehr oder weniger auf dem Niveau des Kretinsky-Angebots, die Vorzugsaktie nur wenig darüber.

Der Metro-Großaktionär Haniel bekräftigte am Montag, er wolle sein Paket von 15,2 Prozent der Metro-Aktien im Rahmen des Übernahmeangebots an Kretinsky verkaufen. Der Preis sei „äußerst fair und angemessen“, Haniel unterstütze die Pläne von Kretinsky.

Kretinsky will nach eigenen Angaben die volle operative Kontrolle über die Metro übernehmen, um eine „klare Wachstumsstrategie“ verfolgen zu können. Er macht sein Übernahmeangebot deshalb davon abhängig, dass er genügend Aktien angeboten bekommt, um einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abzuschließen. Dazu sind 75 Prozent des auf der Hauptversammlung vertretenen Kapitals notwendig.

Metro ringt mit Problemen der Supermarktkette Real und Umsatzrückgang in Russland. Die Metro AG war aus der Aufspaltung der Metro Group hervorgegangen, der andere Teil ist Ceconomy als Holdinggesellschaft von Media Markt und Saturn. dpa

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Erstellt:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 06:00 Uhr

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