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Unternehmerin mit Ausstrahlung

Trumpf-Chefin Leibinger-Kammüller erhält Ludwig-Erhard-Preis

Unternehmer müssen sich mehr um die Öffentlichkeit bemühen, bekennt Nicola Leibinger-Kammüller. Trotzdem überraschte die Trumpf-Chefin, dass ihr der Ludwig-Erhard-Preis verliehen wurde.

10.10.2015
  • DIETER KELLER

Berlin Der Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik für eine Unternehmerin, die sich "ums Gschäft" kümmert und gar keine Publizistin ist? Ein wenig gestutzt habe sie schon, als ihr diese Ehre angetragen wurde, sagte Nicola Leibinger-Kammüller, die Chefin des Ditzinger Lasermaschinen-Spezialisten Trumpf, bei der Verleihung in Berlin. Dann aber habe sie sich überlegt, dass die "einstmals klar definierten Grenzen zwischen den Akteuren der Wirtschaft und denen der Medien zwar noch immer existieren, aber fließender geworden sind". Daher könne man "ins mediale Feld ausstrahlen, ohne selbst zur Feder zu greifen".

Das tut die 55-Jährige gründlich. Angefangen bei der Verwunderung, dass eine promovierte Literaturwissenschaftlerin Chefin eines stattlichen Familienunternehmens aus dem Maschinenbau wird, bis zum Bestehen der Finanzkrise 2008 ohne Entlassungen, obwohl zeitweise die Hälfte des Umsatzes wegbrach. Das tauchte auch auf in der Begründung von Juror Rainer Hank, im Hauptberuf Wirtschaftschef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Leibinger-Kammüller handle aus christlicher und sozialer Grundüberzeugung. Von ihr könne man lernen, "dass Marktwirtschaft nicht nur gute Institutionen braucht, sondern auch eine klare Haltung ihrer Unternehmer", so seine offizielle Preis-Begründung.

Das Verhältnis zwischen Medien und Wirtschaft sei konstruktiver geworden, lobte die Trumpf-Chefin. Unternehmen gingen stärker in die Öffentlichkeit, schon zur Markenpflege. Zudem seien sie gezwungen, "gesellschaftliche Strömungen weit stärker als früher zu antizipieren, wenn wir in der vielzitierten Mitte der Gesellschaft bleiben wollen". Einzelkämpfer haben ausgedient, in der Politik wie in der Wirtschaft.

Um einen Blick auf Ludwig Erhard und die soziale Marktwirtschaft kommt Leibinger-Kammüller an so einem Abend nicht herum. "Wann handeln wir sozial?", fragte sie rhetorisch. Nicht mit dem Ausschütten sozialer Wohltaten. Das sei "die kleine Schwester der Regulierungslust, die nicht nur wir im Mittelstand spüren". Sie warb um Augenmaß und "echte Eigenverantwortlichkeit anstatt des schnellen Rufs nach Gerechtigkeit".

Den Preis, der von der Ludwig-Erhard-Stiftung für das Eintreten für die Marktwirtschaft verliehen wird, erhielt auch der Chefredakteur der "Börsenzeitung", Claus Döring.

Trumpf-Chefin Leibinger-Kammüller erhält Ludwig-Erhard-Preis
Nicola Leibinger-Kammüller ist seit 2005 Trumpf-Chefin. Foto: Dashuber/Trumpf

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10.10.2015, 12:00 Uhr
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