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Trump greift zum letzten aller Mittel

Dass er seine Konkurrentin Hillary Clinton beschimpft, gehört zu Donald Trumps Wahlkampfstil. Doch jetzt treibt er seine Selbstdemontage auf die Spitze.

11.08.2016
  • PETER DETHIER

Angesichts seiner zahlreichen Entgleisungen laufen ihm republikanische Parteifreunde in Scharen davon, und seit Wochen versuchen Donald Trumps Wahlkampfmanager, den Präsidentschaftskandidaten zur Vernunft zu bringen. Doch anstatt leiser zu treten, hat Trump nun mit einer zweideutigen Bemerkung, die Demokraten als Aufforderung zur Gewaltanwendung gegen Spitzenkandidatin Hillary Clinton auslegen, erneut Furore gemacht. Anders sehen es natürlich Anhänger des Immobilienunternehmers, die den beunruhigenden Zwischenfall schönzureden versuchen.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in North Carolina warf der 70-Jährige der Ex-Außenministerin vor, sie setze sich für eine Beseitigung des Rechts auf Waffenbesitz ein. Sollte sie Präsidentin werden, dann könnte Clinton für dieses Ziel ihre Verfassungsrichter aussuchen. „Dann gäbe es nichts, was wir tun können“, warnte er und fügte hinzu: „Na ja, die Anhänger des Rechts auf Waffenbesitz, die können vielleicht etwas unternehmen.“

In sozialen Medien brach ein Sturm der Entrüstung los. Clintons Sprecher Robby Mook schrieb – eher zurückhaltend –, dass „jemand, der Präsident werden will, nicht zur Gewaltanwendung aufrufen darf“. Deutlicher wurde Massachusetts Senatorin Elizabeth Warren. Sie meinte, Donald Trump spreche Todesdrohungen aus, „weil er ein armseliger Feigling ist, der Angst hat, gegen eine Frau zu verlieren“.

Der republikanische Kandidat selbst äußerte sich so, als verstehe er die ganze Aufregung nicht. Er habe nur Verfechter des zweiten Zusatzes zur US-Verfassung, der das Recht auf Waffenbesitz garantiert, aufrufen wollen, sich hinter ihm zu vereinen.

Trumps Aussagen haben jedenfalls den Secret Service alarmiert. Ein Sprecher der Behörde meinte, dass „es unsere Arbeit nicht leichter macht, sicherzustellen, dass sich kein Privatbürger diese Worten zu Herzen nimmt und entsprechend handelt“. Der Dienst ist für den Schutz beider Kandidaten zuständig.

Der prominente Rechtsanwalt Alan Dershowitz hält Trumps Fehltritt für geradezu kriminell. Es gebe keine andere Auslegung. Der Republikaner habe auf ein Szenario abgestellt, in dem Clinton bereits Präsidentin ist und seine Anhänger aufgefordert, mit Waffengewalt gegen sie vorzugehen. „Sollte ihr irgendetwas passieren, kann er strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.“

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11.08.2016, 06:00 Uhr
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