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Trump brüskiert mit forschen Aussagen Theresa May
Ein warmes Willkommen sieht anders aus: In London gab es eine Massendemo gegen den Besuch des US-Präsidenten. Foto: actionpress © Rob Pinney/London News Pictures via ZUMA Wire
Großbritannien

Trump brüskiert mit forschen Aussagen Theresa May

Ein Interview des US-Präsidenten über die Befindlichkeiten auf der Insel sorgt für Ärger. Gegen seinen Besuch gibt es Proteste. Neues Ungemach liefert die Russland-Affäre.

14.07.2018
  • Hendrik Bebber

London. . „Die Briten können mich mächtig gern leiden“, verkündete der US-Präsident vor der Landung im Vereinigten Königreich. Doch hunderttausende Demonstranten auf den Straßen Londons und anderer britischer Städte protestierten gegen den Besuch Donald Trumps. Über 70 Prozent bekundeten in einer Umfrage, dass sie mit dem Herrn des Weißen Hauses nichts am Hut haben.

Bei der Pressekonferenz mit Premierministerin Theresa May glich der breit lachende Präsident nicht dem nörgelnden Riesenbaby, das als riesiger Ballon in London zu seiner Begrüßung aufgelassen wurde. Das unglaubliche Interview, das er vor seiner Ankunft dem britischen Massenblatt „Sun“ gab, bezeichnete er wie so oft bei unangenehmen Nachrichten als „fake news“. Doch in der Tonaufzeichnung des Gesprächs ließ Trump eine Bombe nach der anderen unter seiner Gastgeberin hochgehen. Er erzählte, dass er sie vergeblich vor der Aufweichung des Brexit gewarnt hätte, aber sie nicht hören wollte. Es grenzte schon an eine Aufforderung zum „Regimewechsel“, als er Mays Widersacher, den zurückgetretenen Außenminister Boris Johnson als „ausgezeichneten Premierminister“ empfahl.

Wohl beeindruckt von dem Pomp und Bombast, den Theresa May als Ersatz für den immer wieder aufgeschobenen offiziellen Staatsbesuch beim Festmahl in Schloss Blenheim entfaltete, machte Trump eine an Schizophrenie grenzende Kehrtwendung. Die Drohung, ein spezielles Freihandelsabkommen mit Großbritannien wegen Mays Kompromissofferte an Brüssel platzen zu lassen nahm er zurück und pries die Premierministerin als eine „starke, fantastische Politikerin“ zu der er ein unheimlich starkes Verhältnis hätte. Fast im gleichen Atemzug sagte er das gleiche von Angela Merkel.

Obwohl ein offizieller Staatsbesuch wohl wegen einer Massenpetition mit fast zwei Millionen Unterschriften Trump bislang versagt blieb, kamen er und seine Frau Melania doch zu einer Minivorführung der „Buckhouse-Show“, wie der Pomp der königlichen Rituale in den USA genannt wird. Ein hoher Hofbeamter meinte zwar hinter vorgehaltener Hand, dass der Besuch „die Königin in ziemliche Verlegenheit bringt“. Doch die Queen ließ sich nichts anmerken, als sie das Paar im Schloss Windsor empfing. Trump liegt nicht gerade auf ihrer Wellenlänge.

Trump holt in London auch die Russland-Affäre wieder ein. Ausgerechnet kurz vor seinem Treffen mit Wladimir Putin am Sonntag erhob US-Sonderermittler Robert Mueller Anklage gegen zwölf Hacker des russischen Geheimdienstes. Er warf ihnen vor, mit Computerangriffen auf die US-Demokraten in den US-Präsidentenwahlkampf eingegriffen zu haben.

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14.07.2018, 06:00 Uhr
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