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Marktanteil so hoch wie lange nicht

Trotz Berlinale-Flaute steht der deutsche Film gut da

Nur einer deutscher Film ist im Wettbewerb der Berlinale. Trotzdem hat die Branche Grund zu feiern, sagt Deutschlands oberste Kulturchefin.

11.02.2016
  • DPA

Berlin. Der deutsche Film steht in den Augen von Kulturstaatsministerin Monika Grütters so gut da wie selten zuvor. Wie die Filmförderungsanstalt gestern in ihrer Jahresbilanz mitteilte, haben 2015 mehr als 37 Millionen Menschen eine heimische Produktion gesehen, der Marktanteil des deutschen Films stieg damit auf 27,5 Prozent - der höchste Wert seit Erfassung der Besucherzahlen.

Mit Blick auf die heute beginnende Berlinale hob Grütters besonders das Motto „Recht auf Glück“ hervor, das zur Auseinandersetzung mit Krieg, Verfolgung und Flucht aufruft. „Das Thema, das uns alle im Moment mehr als jedes andere beschäftigt, soll auch Gegenstand des Festivals sein. Das ist eine politische Botschaft, die die Berlinale erneut von anderen Festivals unterscheidet.“ Für neue Akzente im deutschen Film will die Staatsministerin wie angekündigt die kulturelle Filmförderung stärken. Dafür stehe mit 28 Millionen Euro so viel Geld zur Verfügung wie noch nie. „Aber es geht nicht nur darum, mehr Filme zu unterstützen, sondern mutigere und künstlerisch ambitioniertere Vorhaben sollen mit höheren Fördersummen gezielter gefördert werden.“

Das Studio Babelsberg sieht gleichwohl die deutsche Filmindustrie unter scharfem Konkurrenzdruck. Zwar habe die Politik mit neuen Fördertöpfen positive Signale gesetzt, sagte der Vorstandsvorsitzende Carl L. Woebcken in Potsdam. „Wir sind allerdings jetzt erst vor kurzem überrascht worden von dem Nachlegen der Franzosen und der Italiener in ihren Fördersystemen. Und daran erkennt man, dass wir uns in einem - man kann fast sagen - Wirtschaftskrieg befinden in unserem Sektor, der nur durch die öffentliche Hand gesteuert und verhindert werden kann.“

Der Berlinale sieht Grütters mit Spannung entgegen. Dass im Wettbewerb mit „24 Wochen“ nur ein deutscher Beitrag an den Start geht, sei keineswegs ein Armutszeugnis. Insgesamt gebe es 151 Produktionen mit deutscher Beteiligung bei dem Festival. „Der deutsche Film ist in allen Sektionen vertreten.“

Grütters selbst will sich bei der Berlinale neben zahlreichen Empfängen, Preisvergaben und Ehrungen mindestens fünf, sechs Filme anschauen. Das Geheimrezept, um ein solches Programm durchzuhalten? „Ganz einfach: Die Lust an künstlerischen Experimenten.“

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11.02.2016, 08:30 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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