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Enten fütten

Trocken Brot im Gänsewein

27.02.2018

Von FABIAN ZIEHE

Aalen. „Den armen Hasen sperrt man ein / singing holly polly doodle all the day / bei trocken Brot und Gänsewein / singing holly polly doodle all the day“ – na? Knallt der Ohrwurm schon durch die Hirnstränge? Derweil die Melodie von hinten piekst und vorne kneift: Der „Gänsewein“ in „Ein Hase saß im tiefen Tal“ meint ja Wasser pur: kein Sekt, kein Selters, kein Blubb.

Was „trocken Brot“ ist, ist indes klar, schmeißt man ja gerne mal Gans, Schwan und Ente zu. Wobei: Eigentlich ist das echt, echt böse. Laut WWF enthält Backwerk zu viel Salz und Zucker, es lässt den Magen der Gefiederten aufquellen. Zudem leidet die Wasserqualität.

Schockierend also, was da die Aalener Polizei meldet: Dort, im Kocher, sollen „größere Menge Backwaren“ getrieben sein: Brote, Brezeln, Brötchen. „Als die Kollegen am Freitag eintrafen, haben sich bereits zahlreiche Fische und Enten an den Backwaren gütlich getan. Das war ein Fest“, sagte ein Sprecher. Ein „Fest“? Na, was dazu wohl der WWF sagt?

Das Festmahl jedenfalls stammt wahrscheinlich von einem noch unbekannten Gewerbebetrieb. Dieser hätte einen gans-schön unschönen Weg der Entsorgung gewählt. Wobei: Das Füttern von Wasservögeln ist nicht generell verboten. Allerdings können Kommunen Fütterungsverbote aussprechen. Verstöße kosten bis zu 5000 Euro.

Also: Wer sich nun tierlieb (oder -bös) mit prallen Bäckertüten aufmacht, sollte auch über ein pralles Portemonnaie verfügen. Sonst heißt es am Ende: Einsitzen – wegen trocken Brot im Gänsewein! Fabian Ziehe

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Erstellt:
27. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
27. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2018, 06:00 Uhr

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