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Traditionsfest geht in die 40. Runde – Gespräche über Veranstaltung in Hamburg laufen noch
Sicherheitschefin Ilona Eleftheriou-Kreysch (links) und ihr Team überwachen den Aufbau des Weindorfs. Foto: Ferdinando Iannone
Rucksackverbot bei der Eröffnungsfeier des Weindorfs

Traditionsfest geht in die 40. Runde – Gespräche über Veranstaltung in Hamburg laufen noch

Angst vor Terror und Gewalt treibt auch die Veranstalter des Stuttgarter Weindorfs um. Ein Rucksackverbot wird es aber nur bei der Eröffnungsfeier geben.

23.08.2016
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Beim Stuttgarter Weindorf wird es wie beim Cannstatter Wasen kein generelles Rucksackverbot geben. Weil das Weinfest, das zwischen Schiller- und Marktplatz stattfindet, umringt von Geschäftsgebäuden über die Bühne gehe, „könnten wir das gar nicht umsetzen“, sagte der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins „Pro Stuttgart“, Werner Koch, am Montag. Schließlich mischten sich in dem Gebiet Festbesucher und Menschen, die einfach nur einkaufen wollten. Da könne man das Areal nicht mit Zäunen und Kontrollstationen abriegeln. Zumal so Fluchtwege versperrt werden könnten.

Für die Eröffnungsfeier am morgigen Mittwoch gelten indes andere Regeln. Dabei wird das Mitbringen von Rucksäcken und großen Taschen untersagt, kündigte Koch an. Der Auftakt findet im Innenhof des Alten Schlosses statt, der sich mit zwei Ausgängen gut kontrollieren lässt. Die Feier ist erstmals wieder öffentlich – in früheren Jahren hatte man Störungen durch S-21-Gegner verhindern wollen. Dass diesmal alle kommen dürfen, begründete Koch damit, dass das Weindorf heuer 40. Geburtstag feiere. „Da ist das angebracht.“

Das Thema Sicherheit wird laut den Veranstaltern während der zwölftägigen Weinsause auch ohne weitere Verbote groß geschrieben. Man sei in enger Abstimmung mit den Behörden und der Polizei. Auch den eigenen Sicherheitsdienst habe man verstärkt. Demnach sind neben aufgestockten Polizeikräften sechs bis zwölf Security-Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Zusätzlich seien ständig ehrenamtliche Helfer des Vereins auf dem Festgelände unterwegs, deren Aufgabe es sei, Auffälligkeiten wie herrenlose Gepäckstücke zu melden sowie die Gassen zwischen den Lauben für etwaige Rettungseinsätze frei zu halten. Den Wirten werde man schriftlich eine Art Fünf-Punkte-Plan mit Notfallnummern für den Ernstfall an die Hand geben. Die Veranstalter sehen sich damit gut aufgetellt. „Hundertprozentige Sicherheit kann es natürlich nie geben“, sagte der Geschäftsführer von „Pro Stuttgart“, Axel Grau. Man glaube jedoch nicht, dass das Weindorf als Anschlagsziel besonders im Fokus stehe.

Bis zum 4. September werden in 128 Lauben mehr als 500 Weine aus Württemberg und Baden serviert. Dazu gibt es Spezialitäten aus dem Ländle sowie an drei Ständen Süßes wie Trollinger-Mandeln oder Weinpralinen. Vier der 28 Wirte sind nicht nur Gastronomen, sondern auch Winzer. Sie haben extra fürs Jubiläum Sondereditionen herausgebracht.

Ob das Stuttgarter Weindorf im kommenden Jahr wieder in Hamburg stattfindet, soll sich laut Axel Grau unterdessen bis zum Herbst entscheiden. Man sei in guten Gesprächen, unklar ist jedoch nach wie vor, ob die Hamburger den Stuttgartern entgegen kommen. Nach Jahren hatte das Weindorf im Norden in diesem Jahr pausiert, weil die Veranstalter plötzlich 125 000 Euro Platzmiete vor dem Hamburger Rathaus bezahlen sollten statt wie bislang 47 000 Euro. Man sei bereit, mehr Platzmiete zu berappen, jedoch nicht in geforderter Höhe, so Rau. Ein weiterer Knackpunkt sei, dass die Hamburger den Platz nur noch für zehn, nicht mehr für 17 Tage hergeben wollten. „Das rentiert sich für unsere Wirte aber nicht.“

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23.08.2016, 06:00 Uhr
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