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Bonn/Berlin

Total illegal in Spreeathen

In Zeiten, in denen ganze Staaten zerfallen und die DFB-Auswahl gegen Irland verliert, wundert einen ja so schnell nichts mehr. Aber man durfte doch annehmen, dass eher das berühmte Kamel durch das gleichfalls nicht unbekannte Nadelöhr geht, als dass eine Ministerin aus Nordrhein-Westfalen das gute alte Bonn verrät.

10.10.2015
  • ANDRÉ BOCHOW

Bonn/Berlin. Aber genau das ist passiert. Barbara Hendricks (SPD) fasst einen Komplettumzug aller Bundesministerien ins Auge. Irre. Genau genommen sollen die Mitarbeiter umziehen. Die Häuser bleiben am Rhein. Nun könnte man sagen, die auch für Bauen sowie Berlin-Bonn-Gerechtigkeit zuständige Hendricks beugt sich nur der Macht des Faktischen. Zwei Drittel aller Ministeriumsmitarbeiter wirken bereits im sogenannten Spreeathen. Weil da etwas ins Rutschen gekommen ist, spricht man auch gern vom Rutschbahneffekt. Aber kann eine Ministerin sich nicht einfach oben auf die Rutsche stellen und sagen: Stopp! Aus! Rutschen verboten!

Denn wir wollen eines nicht vergessen. Diese ständige Umzieherei ist glatter Gesetzesbruch. Laut Gesetz müssten mehr als die Hälfte der Regierungsbeamten in Bonn sein. Sind sie aber nicht. Weil niemand daran denkt, die eindeutig illegal agierenden Mitarbeiter abzuschieben, muss man sagen: Das Bonn-Berlin-Gesetz ist so aufgeweicht wie das Dublin-Abkommen.

Und was noch viel schlimmer ist: Niemand scheint daran zu denken, welche zusätzlichen Probleme Berlin bekommt, wenn tausende karnevalssüchtiger Rheinländer in der Hauptstadt integriert werden sollen. Allein den Umgangston auf ein Berlin-übliches Niveau zu bringen, erforderte von diversen Integrationsbeauftragten Schwerstarbeit. Dass man nur in den äußersten Notfällen lächelt, niemals zu Menschen außerhalb der Familie freundlich ist und den erigierten Mittelfinger ständig im Anschlag haben muss, haben viele der zugezogenen Regierungsmitarbeiter bis heute nicht begriffen. Und nun noch mehr Dauer-Frohnaturen? Da sagen die Berliner zu Recht: Das schaffen wir nicht.

Müssen sie vorerst auch nicht. Die zuständige Ministerin sieht den Komplettumzug als eine Aufgabe an, für deren Erfüllung man sich ruhig Zeit lassen sollte. So 20 Jahre etwa.

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10.10.2015, 12:00 Uhr
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