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„Toni Erdmann“ vertritt Deutschland im Oscar-Rennen
Seelenschau am Puls der Zeit

„Toni Erdmann“ vertritt Deutschland im Oscar-Rennen

Gerade erst wurde „Toni Erdmann“ zum „Film des Jahres“ erklärt, jetzt greift Regisseurin Maren Ade nach dem Oscar: Ihr Film soll kommendes Jahr als bester nicht-englischsprachiger Film für Deutschland ins Rennen gehen.

26.08.2016
  • DPA

Das gab die Auslandsvertretung des Deutschen Films, German Films, am Donnerstag in München bekannt. Die sieben übrigen Bewerber, darunter die Hitler-Satire „Er ist wieder da“, „Der Staat gegen Fritz Bauer“ und „Das Tagebuch der Anne Frank“, gingen leer aus.

„Toni Erdmann“ habe unter den acht Bewerbern „durch seine konsequente künstlerische Handschrift“ überzeugt, erklärte die Jury: „Eine ebenso mutige wie stilsichere filmische Seelenschau am Puls der Zeit. Maren Ade schafft es, 162 Minuten Film zu einem humorvoll-entlarvenden Spaziergang durch die Nuancen einer Vater-Tochter Beziehung werden zu lassen.“ Der Film erzählt die Geschichte eines Musiklehrers (Peter Simonischek) und seiner Tochter, einer Karrierefrau (Sandra Hüller). Er sei „anrührend, aufrüttelnd, gesellschaftliche Fragezeichen implementierend und von unbeirrbarer gestalterischer Klarheit“, urteilte die Jury. „So muss modernes, internationales Kino sein!“

Sie freue sich sehr über die Jury-Entscheidung, teilte Maren Ade mit – und sei „gespannt, wie Toni sich in Los Angeles so benimmt“. Schauspieler Thomas Loibl, der in dem Film eine Nebenrolle spielt, sagte: „Wir sind alle sehr glücklich und jubeln natürlich.“

Am 17. Januar wird die Academy in Hollywood eine Shortlist der eingesandten Bewerbungen aus dem Ausland veröffentlichen. Die fünf nominierten Filme sollen am 24. Januar bekanntgegeben werden. Die Oscars werden am 26. Februar vergeben. Der letzte deutsche Film, der offiziell für den Auslands-Oscar nominiert wurde, war 2010 „Das weiße Band“ von Michael Haneke. Den Oscar in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film holte zuletzt 2007 „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck.

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26.08.2016, 06:00 Uhr
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