Mobilfunk

Töten Handystrahlen Insekten?

Der Nabu Baden-Württemberg legt eine Untersuchung von Studien vor und sieht weiteren Forschungsbedarf.

18.09.2020

Von DPA/EMA

Stuttgart. Handystrahlung könne ein Grund für das Insektensterben in Europa sein. Dies lege die Auswertung von 190 Studien aus aller Welt nahe, die der Naturschutzbund Deutschland zusammen mit der Initiative Diagnose Funk und der Luxemburger Aktionsgruppe Umwelttoxikologie am Donnerstag in Stuttgart vorlegte, heißt es in einer Mitteilung der Organisationen.

Die Wirkung von Mobilfunkstrahlung auf die Umwelt werde häufig unterschätzt, sagte der baden-württembergische Nabu-Landeschef Johannes Enssle. Die Studien wurden in der Mittelung als „seriös“ bezeichnet. Die Initiative Diagnose Funk setzt sich gegen Mobilfunk ein, derzeit vor allem gegen die Einführung von 5G, und hält diejenigen „Wissenschaftler, Organisationen und Ausschüsse, die elektromagnetische Felder untersuchen“, für „organisierten Wissenschaftsbetrug“.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass auch die elektromagnetische Strahlung „vermutlich einen negativen Einfluss auf die Insektenwelt“ habe. Der Mitteilung zufolge wiesen 60 von 100 Studien in Labor- und Feldversuchen negative Auswirkungen auf Bienen, Wespen und Fliegen nach. Diese reichten vom Verlust der Orientierungsfähigkeit durch die Magnetfelder bis hin zur Schädigung des Erbguts und der Larven. afp/ema

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Erstellt:
18. September 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. September 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. September 2020, 06:00 Uhr

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