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Timo Werner unverkäuflich
Ein Tor bejubelnd - so sehen die Fans des VfB Stuttgart Timo Werner gern. Doch andere Vereine locken den 20-jährigen Stürmer mit Millionen. Foto: dpa
VfB Stuttgart hat aus dem Verlust von Joshua Kimmich gelernt

Timo Werner unverkäuflich

94 Bundesliga-Spiele mit 20 Jahren - das hat vor VfB-Stürmer Timo Werner noch niemand geschafft. Auf ihn sind Dortmund und Leipzig aufmerksam geworden. Die Stuttgarter erklären ihn für unverkäuflich.

12.03.2016
  • MARKUS SCHNIERTSHAUER

Stuttgart. Verfolgt ein Anhänger des Bundesligisten VfB Stuttgart die Spiele von Branchenprimus FC Bayern, beschleicht ihn in letzter Zeit des öfteren ein je nach Temperament wehmütiges bis zorniges Gefühl. Denn bei den Münchnern hat sich zuletzt der 21-jährige Joshua Kimmich in den Vordergrund gespielt und ist zum Liebling von Trainer Pep Guardiola avanciert.

Kimmich, geboren in Rottweil, hat sein "Fußball-Handwerk" bekanntlich beim VfB Stuttgart gelernt, wechselte dann aber 2013 zum damaligen Drittligisten RB Leipzig. "Eine fatale Fehlentscheidung" des Vereins nannte dies einmal Kurzzeittrainer Alexander Zorniger, auf dessen Worte sie beim VfB schon längst keinen Wert mehr legen. Doch die Einschätzung über den Kimmich-Wechsel ist längst die gemein gültige Meinung bei den Cannstattern. Zwar kassierte der VfB, der eine Option auf Kimmich behielt, ein erkleckliches Sümmchen, als Kimmich zu Saisonbeginn von Leipzig zu den Bayern wechselte. Aber der sportliche Verlust des Talentes wiegt deutlich schwerer als die kassierten Millionen.

Mit Angreifer Timo Werner, seit einer Woche 20 Jahre alt, haben die Stuttgarter ein ähnlich großes Talent wie Kimmich in ihren Reihen - und wieder droht ein Déjà-vu. "20 Millionen Euro - Tuchel und Rangnick jagen Super-Werner" titelte in dieser Woche eine Sport-Illustrierte. Angeblich sollen Borussia Dortmund und - wie im Falle Kimmich - Bundesliga-Aufstiegsaspirant RB Leipzig bereit sein, diese Summe in den VfB-Stürmer zu investieren.

Kein Wunder also, dass in der Stuttgarter Mercedesstraße die Alarmglocken läuteten. "Er ist - ähnlich wie Daniel Didavi im letzten Sommer - unverkäuflich", teilte Sportvorstand Robin Dutt mit. Und auch Jürgen Kramny denkt nicht im Traum daran, auf Werner verzichten zu wollen. "Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns und wird es auch bleiben. Wir können stolz sein, dass er beim VfB spielt. Der Junge ist ein Eigengewächs", sagt der Trainer vor dem Auswärtsspiel heute (15.30 Uhr/Sky) beim kecken Aufsteiger FC Ingolstadt.

Es ist ein Duell der Gegensätze. In den Begegnungen mit den defensiv starken Bayern fielen bisher die wenigsten Tore, 45 an der Zahl. In den Bundesliga-Spielen, an denen der VfB beteiligt war, gab es mit 89 Treffern die zweitmeisten - nur Spiele mit Gladbacher Beteiligung bringen es auf noch mehr Tore (92). Einer, der an dieser offensiven Schwaben-Wucht seinen Anteil hat, ist Timo Werner. Beim 5:1 in der vergangenen Woche gegen 1899 Hoffenheim erzielte er seinen sechsten Saisontreffer. Freilich hätten es noch wesentlich mehr sein können, ja müssen. In dieser Saison hat Werner 15 Großchancen ausgelassen. An der Effektivität mangelt es dem Youngster also noch.

Werner weiß das - und arbeitet hart an sich. Es gibt kaum ein Training, an dem er nicht freiwillige Zusatzschichten macht. Was seinen Trainer ("mit seiner Geschwindigkeit kann er jedem Gegner wehtun") beeindruckt. Bei den Extra-Übungen steht vor allem der Torschuss auf dem Stundenplan.

94 Bundesliga-Spiele hat Werner bereits auf dem Buckel - so viele wie noch kein Spieler in diesem Alter in der Bundesliga. Gegen 1899 Hoffenheim war er für Winter-Neuzugang Artem Kravets eingewechselt worden - und stellte mit seinem Tor zum 5:1 seine Fähigkeit als Joker unter Beweis. Heute in Ingolstadt wird Werner wieder wie fast immer zuletzt in der Startformation erwartet. Und soll dafür sorgen, dass sich sein VfB nicht so schwer tut wie beim 1:0 in der Hinrunde.

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12.03.2016, 08:30 Uhr
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