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Til Schweigers
Stiftung
zieht erste Bilanz
Legt erste Bilanz vor: Til Schweiger. Foto: dpa

Til Schweigers Stiftung zieht erste Bilanz

Als Til Schweiger seine Stiftung vorstellte, war das Interesse groß. Jetzt haben der Filmstar und seine Mitstreiter die erste große Bilanz vorgelegt.

02.08.2016
  • DORIT KOCH, DPA

Hamburg. Die Stiftung von Filmstar Til Schweiger (52) hat ihren ersten Geschäftsbericht vorgelegt. Von den in den ersten vier Monaten zusammengekommenen Spendengeldern in Höhe von etwas mehr als einer Million Euro seien rund 643 000 Euro bewilligt worden, teilte die Til Schweiger Foundation mit.

Rund 20 verschiedene Projekte habe die Stiftung damit unterstützt. „Mittlerweile sind wir schon bei über 30. Viele davon im Bereich Flüchtlingshilfe“, erklärte Schweiger. Der Filmemacher („Honig im Kopf“) hatte die Stiftung im vergangenen Sommer ins Leben gerufen, der Geschäftsbericht bilanziert die Arbeit bis Ende 2015.

„Das zurückliegende Gründungsjahr war vor allem eines: sehr emotional! Noch während der Gründungsphase wurden die Stiftung und ganz Deutschland von der Flüchtlingskrise eingeholt“, schreibt Schweiger im Vorwort. „Hunderttausende suchten Zuflucht und die staatlichen Strukturen kamen an ihre Belastungsgrenze. Schnell festigte sich medial das Bild der Til Schweiger Foundation als Flüchtlingsstiftung. Dabei ist die Stiftung für alle Kinder“, stellt der in Hamburg lebende Vater von vier Kindern klar.

Im Juli 2015 ärgerte sich Schweiger über das „empathielose Pack“ und die Ausländerhetze auf seiner Facebook-Seite. Im September stellte er, begleitet von großem Medieninteresse, die Stiftung vor – mit Unterstützern wie Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU), Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), seinem „Tatort“-Kollegen Jan Josef Liefers, Rapper Thomas D und ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber. Sie alle gehören wie auch Fußball-Bundestrainer Joachim Löw und Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Medienhauses Axel Springer SE, dem Beirat an.

Anfangs wollte der Schauspieler, Regisseur und Produzent eine Flüchtlingsunterkunft in einer ehemaligen Kaserne in Osterode (Niedersachsen) aufbauen. Da sich die Pläne dort nicht realisieren ließen, konzentrierte sich die Stiftung unter anderem auf die Erstaufnahmeeinrichtung in Osnabrück.

„In Osnabrück sind in Kooperation mit dem Land Niedersachsen die Bauplanungen abgeschlossen, da soll es den ersten Spatenstich durch das Land Niedersachsen Ende August geben“, sagte Stiftungsleiter Christian Specht. 250 000 Euro von der Schweiger-Stiftung fließen dort in den Bau eines Kinderbetreuungszentrums.

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02.08.2016, 06:00 Uhr
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