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Studie

Tiefbahnhof sorgt für schlechte Luft

Verkehrsberater Karlheinz Rößler prognostiziert einen Anstieg der Schadstoffe durch Stuttgart 21.

17.04.2018
  • DANIEL GRUPP

Stuttgart. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Bürgerinitiative Neckartor, die gegen die Luftschadstoffe mobil macht, vertiefen ihre Zusammenarbeit. Eine neue Studie sorgt für eine inhaltliche Basis für die Kooperation. Der Münchner Verkehrsberater Karlheinz Rößler hat sich mit den Auswirkungen von Stuttgart 21 auf die Feinstaub- und Stickoxidbelastung befasst und kommt zum Ergebnis, dass der Tiefbahnhof zu einer höheren Belastung durch Luftschadstoffe führen wird.

Rößler stellte seine Untersuchung am Montag der Presse vor. Er hat sie zudem am Abend bei einer gemeinsamen Kundgebung der S-21-Gegner und der BI Neckartor präsentiert. Eine Besonderheit war die Örtlichkeit der Veranstaltung: Das Bündnis nutzte die Kleine Schalterhalle am Nordausgang des Hauptbahnhofs. Man habe sich bei der Anmeldung auf das Fraport-Urteil von 2011 berufen, erklärte Werner Sauerborn vom Aktionsbündnis gegen S 21. Damals stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass Unternehmen, die von der öffentlichen Hand beherrscht werden, unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit auch Demonstrationen in ihren Räumlichkeiten zulassen müssen. Die Gegner des Tiefbahnhofs nutzten laut Sauerborn das Verfassungsgerichtsurteil erstmals, um eine Veranstaltung im Hauptbahnhof abzuhalten.

Mehr Autos wegen Bahnprojekt

Rößler kommt in seiner Untersuchung zu dem Ergebnis, dass wegen S 21 der Autoverkehr in Stuttgart zunehmen wird, da der Tunnelbahnhof eine geringere Kapazität habe als der Kopfbahnhof. Dadurch könnten weniger Züge als erforderlich fahren. Potenzielle Fahrgäste müssten das Auto nutzen. Auch fehle das Geld, das in S 21 gesteckt werde, für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Zudem blockiere die neue ICE-Trasse den Ausbau der S-Bahn nach Wendlingen.

Rößler hat eine Zusatzbelastung im Laufe von 30 Jahren von rund 23,1 Milliarden Fahrzeug-Kilometern errechnet. Wie sich dies auf die Luftschadstoffe auswirkt, hängt vom Ausmaß des Umstiegs auf Elektroautos ab. Je nach Szenario würde in den 30 Jahren der Stickoxidausstoß um 20 bis 60 Tonnen jährlich steigen. Beim Feinstaub liege das Plus bei 20 bis 25 Tonnen im Jahr. Insgesamt kommt Rößler zu dem Ergebnis, dass die Luftschadstoffbelastung durch S 21 um 3,4 Prozent steigt. „Eine sehr schlechte Situation wird weiter verschlechtert.“

Die Befürworter von S 21 sagen hingegen, dass die Kapazität des Tiefbahnhofs größer sein wird als jetzt. Die auf 30 Jahre angelegte Prognose kann auch keine Verhaltensänderungen der Bevölkerung berücksichtigen. Daniel Grupp

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17.04.2018, 06:00 Uhr
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