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Vater zwar Nazi

Thomas Strobl nimmt Sittler in Sippenhaft

CDU-Generalsekretär Thomas Strobl nimmt Walter Sittler, prominentester S 21-Gegner, in Sippenhaft. Dessen Vater war ein überzeugter Nazi.

30.10.2010
  • HANS GEORG FRANK

Stuttgart . Ein "mangelndes Demokratieverständnis" kennzeichnet für CDU-Generalsekretär Thomas Strobl die Aktivitäten des Schauspielers Walter Sittler gegen "Stuttgart 21". In einem per Email verschickten Wochenrückblick "Berlin aktuell" stellt der Heilbronner Politiker einen direkten Bezug zu Sittlers Abstammung her. "Sein Vater war Nazi-Funktionär und arbeitete für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels", steht in einer Bildunterschrift, in der Sittler als "Propagandist der S-21-Bewegung" tituliert wird. Für Strobl ist Sittler daher "jemand, der in Wahrheit mit unserer Demokratie nichts am Hut hat".

Allein - der eifrige Strobl hat damit keineswegs ein Familiengeheimnis des 1952 in Chicago geborenen und in Stuttgart lebenden Schauspielers aufgedeckt. Es war Walter Sittler selber, der in der Dokumentation des ZDF "Auf der Spur meiner Ahnen" am 27. Juli 2007 offen legte, wie sein Vater Edward zu einer "stählernen Stimme des Reiches" geworden ist. Demnach hat der Nachkomme elsässischer Auswanderer und US-Bürger zunächst in Berlin als Übersetzer für den Reichsrundfunk gearbeitet. Am 15. Februar 1942 trat Edward Sittler der NSDAP bei. Ab 1943 sprach er selbst verfasste Kommentare, die hauptsächlich für Amerikaner bestimmt waren. "Er war ein überzeugter Nazi, ein richtiger Brandstifter", sagte Walters Bruder Loring in der Sendung. Was der Vater über den Äther in die Welt hinausposaunte, entnahm Walter Sittler den Originaldokumenten aus dem Bundesarchiv. Daraus geht hervor, dass er sich von der Idee des Nationalsozialismus hatte anstecken lassen, als er 1937 zum Studieren nach Deutschland gekommen war.

Übrigens: Was Vaters Vergangenheit mit dem aktuellen Engagement von Walter Sittler zu tun hat, erklärte der Generalsekretär nicht.

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30.10.2010, 12:00 Uhr
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