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Stefan Effenberg: Ja, ich bin es wirklich

"The New One" stellt sich mit kessen Sprüchen als neuer Trainer in Paderborn vor

Schmidt, Breitenreiter, Schubert: Der SC Paderborn ist ein gutes Sprungbrett für Fußball-Trainer. Das will auch Stefan Effenberg nutzen, der sich gestern in Ostwestfalen sehr selbstbewusst vorstellte.

15.10.2015
  • SID

Paderborn "Ja. Ich bin es wirklich". Mit kessen Worten, zahlreichen Sprüchen und "Liebesbekundungen" an die ostwestfälische Provinz stellte sich Stefan Effenberg gestern vor knapp zwei Dutzend Fernsehkameras und mehr 70 Medienvertretern als neuer Trainer des in die Zweitliga-Niederungen abgestürzten Bundesliga-Absteigers SC Paderborn ein. An Selbstvertrauen fehlte es dem Ex-Nationalspieler bei seinem ersten Auftritt jedenfalls nicht. In Anlehnung an Jürgen Klopp und die Manie, die der ehemalige BVB-Coach in Liverpool ausgelöst hat, bezeichnete sich der 47-Jährige als "The New One".

Der kaum schlechter aufgelegte Vereinspräsident Wilfried Finke, hatte einen solchen Hype im beschaulichen Ostwestfalen "zuletzt beim Hoyzer-Skandal" erlebt. Damals, im Jahr 2004, ging es um das von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipulierte Pokal-Spiel der Paderborner gegen den HSV. Gestern zeigte sich Finke mehr als überzeugt von seiner Wahl: "Ich führe nicht ganz erfolglos ein Unternehmen. Nur Alphatiere eignen sich zur Führung einer Gruppe. Wir haben den richtigen Trainer zum richtigen Zeitpunkt."

Mit Blick auf die sportlichen Ziele wählte Effenberg klare Worte: "Wir werden immer nach vorne schauen, nie zur Seite oder nach hinten. Wir fangen hier ganz neu an. Wir müssen uns von unten lösen. Die Qualität ist vorhanden." Seinen bis 2017 datierten Vertrag beim mit nur sieben Punkten aus zehn Spielen gestarteten Provinzklub habe der frühere Weltstar "voller Überzeugung unterschrieben". Er wäre "nicht hier, wenn ich nicht vom Erfolg überzeugt wäre", beteuerte er.

Der als Enfant terrible bekannte Effenberg, der als Spieler alles gewann, aber durch Eskapaden (Stinkefinger-Affäre bei der WM 1994, Alkoholfahrten mit Führerscheinentzug) auch viel verlor, hatte nach dem Ende seiner Profi-Karriere und der erfolgreich bestandenen Trainerprüfung 2012 drei Jahre warten müssen, um eine Chance im Profifußball zu erhalten. Die Zahl der Skeptiker gegenüber den Trainerqualitäten des einstigen Bayern-Leaders war groß.

Finke war keiner davon. Als der Name Effenberg zu ihm gedrungen sei, sei er "nahezu euphorisiert" gewesen, erklärte der Möbel-Unternehmer und führte mit Blick auf die ehemaligen SC-Trainer Roger Schmidt (Leverkusen), Andre Breitenreiter (FC Schalke 04) und Andre Schubert (Mönchengladbach) aus: "Trainer in Paderborn sein, heißt nach zwei Jahren Bundesligatrainer sein."

Dass dies mit Effenberg gelingt, wollte der Mäzen nicht ausschließen. " Ich bin sicher, dass wir genügend Punkte holen, um viel Spaß zu haben." Los geht es für Effenberg bereits am Freitag gegen Eintracht Braunschweig. Am Mittwochnachmittag leitete er das erste Training beim SCP.

"The New One" stellt sich mit kessen Sprüchen als neuer Trainer in Paderborn vor
Held der Arbeit: An Selbstbewusstsein fehlte es Stefan Effenberg gestern bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des SC Paderborn nicht. Foto: dpa

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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