Covers und Eigenes

The Cube spielte am Freitag im „BistroRant“

The Cube hatte am Freitagabend vor dem „BistroRant“ am Neckar einen gelungenen Auftritt. Die Böblinger Band spielte zum ersten Mal in Rottenburg. Rund 50 Zuhörer/innen genossen das Konzert unter freiem Himmel vor einer malerischen Kulisse.

Rottenburg.Da im „Café Amadeus“ gerade aufgrund der Urlaubszeit das Personal knapp ist, wurde bereits vor zwei Wochen einmal ein Konzert ins „BistroRant“ verlegt. Am Freitagabend debütierte die Böblinger Band The Cube unter freiem Himmel. Die etwa 50 Zuhörer/innen genossen den lauen Sommerabend und die malerische Kulisse mit dem vorbeifließenden Neckar. Das Konzert konnte von den Tischen, aber auch von öffentlichen Bänken am Neckar verfolgt werden.

The Cube spielte viele eigene Nummern, aber auch bekannte Cover-Songs. Einzig auf Saxofonistin Sylvia-Ann Donay musste die Band verzichten, da sie beruflich verhindert war. So traten Sänger und Gitarrist Pit Bäuerle, Schlagzeuger Helmut Kristmann und Bassist Klaus Muth eben als Trio auf. Die Ende 2008 gegründete Rock-Formation hat sich im Raum Böblingen bereits einen Namen gemacht. Ihr Repertoire spannt den Bogen über mehrere Generationen und bewegt sich zwischen Alternative- und Progressive-Rock. Einflüsse aus dem Blues kommen hinzu, gelegentlich wagt sich die Formation an Jazz.

In Rottenburg eröffnete die Band mit dem eigenen Stück „Monday“, bevor es mit „Money for nothing“ von den Dire Straits weiter ging. Zwischen den eigenen Hits „My Window“ und „Make it“ folgten „Like a rolling stone“ von Bob Dylan und „Heart Attack and Vine“ von Tom Waits. Moderner wurde es mit „Bad case of loving you“ von Robert Palmer. Das Publikum wippte besonders bei den bekannten Liedern mit.

Mit ihren eigenen Lieder will die Band durchaus politische Botschaften transportieren. „Meistens habe ich die Einfälle“, sagte Sänger Pit Bäuerle dem SCHWÄBISCHEN TAGBLATT. In seinem Musikraum entwickle er zuerst die Grundidee. Zusammen mit den anderen Bandmitgliedern werde diese dann verfeinert. So geht es beispielsweise im Lied „I got my eyes“ darum, nicht alles zu glauben und den eigenen Augen zu vertrauen. Es enthält den Appell, selbst etwas zu unternehmen. „Wenn ich mir einreden lasse, alle Menschen seien schlecht, dann kann ich gleich einen Pakt mit dem Teufel eingehen“, textete die Band.

Im deutschen Titel „Plastik“, den The Cube in Rottenburg nicht spielte, werden die Müllberge der Welt thematisiert. „Wir haben letztes und vorletztes Jahr beim Rebellischen Musikfestival gespielt“, erzählt Schlagzeuger Helmut Kristmann stolz – das T-Shirt vom Festival trug er in Rottenburg.

Die Mischung aus populären und kritischen Stücken kam gut an. Aus dem Bereich Alternative-Rock spielten die Musiker „A Forest“ von The Cure. Beim modernen „Haus am See“ von Peter Fox konnte manch ein Zuhörer mitsummen. Auch „Route 66“ von den Rolling Stones und „Cocaine“ von Eric Clapton durften nicht fehlen.

Gleich zwei Lieder spielte „The Cube“ von Jimi Hendrix: „Red House“ und „Purple Haze“. Wenn der afroamerikanische Gitarrist noch leben würde, könnte er nächstes Jahr seinen 75. Geburtstag feiern.

Den nehmen die Böblinger Musiker zum Anlass, an einem abendfüllenden Hendrix-Programm zu arbeiten. „Wir spielen dieses Jahr nur noch zwei Gigs, um das einzuüben“, sagte Bäuerle. Er habe Hendrix schon persönlich gesehen und ihm nach einem Konzert sogar die Hand geschüttelt, berichtete er stolz. Unter anderem habe ihn dieses Erlebnis dazu inspiriert, selbst Musik zu machen. Mit ihrem Hendrix-Abend plant die Band mehrere große Auftritte.and


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15.08.2016 - 01:00 Uhr