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The Big Short

The Big Short

In dem satirischen Drama versucht eine Gruppe Glücksritter, aus dem Börsencrash von 2008 Profit zu schlagen.

The Big Short

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USA 2015

Regie: Adam McKay
Mit: Christian Bale, Steve Carell, Brad Pitt

131 Min. - ab 6 Jahren

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14.01.2016
  • Dorothee Hermann

Vordergründig hat US-Regisseur Adam McKay („Ant-Man“) bloß einen weiteren Film über den Finanz-Crash von 2008 gedreht. Hollywood-Star Ryan Gosling („Drive“) gibt den New Yorker Deutschbanker Jared Vennett, dessen langweilige Frisur (zu viel Haarspray, miese Farbe, spießiger Schnitt) schon Warnung genug sein sollte. Er versucht, den erfahrenen Trader Mark Baum (Steve Carell) für ein ganz spezielles Geschäft zu interessieren.

Schon Jahre vor dem großen Crash ist der ein bisschen gestörte, aber unglaublich zahlenbegabte Hedgefonds-Manager Michael Burry (Christian Bale) auf ein schwindelerregend lukratives Renditemodell gekommen: sogenannte Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps), mit denen er gegen internationale Großbanken auf den Totalzusammenbruch des Häusermarkts wetten möchte.

Burry wirkt ein bisschen ungelenk, nicht nur durch den massigen, Hulk-artigen Körper, der in einem formlosen Sweat-Shirt und Bermudas steckt. Wenn er sich nicht gerade mit extra hartem Heavy Metal in Schwung bringt, sagt das Zahlengenie ganz offen über sich selbst, dass er mit anderen Menschen schon seit der Kindheit nicht so gut zurecht kommt und deshalb besser allein ist. Es ist der Trader Baum, der sich mit der Zeit zur moralischen Instanz der Branche mausert. Das bedeutet aber nicht, dass er bei Belohnungen mit seinem Team die Stripperinnen ausließe oder den Trip nach Las Vegas. Er ist der einzige, der in Ansätzen noch ein Sozialleben hat: Im Telefonkontakt zu seiner besorgten Frau (Marisa Tomei), die ihm zuredet, die auszehrende Finanzbranche endlich hinter sich zu lassen.

Doch hinter den schwindelerregenden Geldverschiebungen geht es um etwas noch viel Grundsätzlicheres als das Streben nach Profit: Nämlich darum, was passiert, wenn Männer zu lange im Büro sitzen und sich nur noch auf Zahlen konzentrieren, was sich noch viel destruktiver auswirkt, als eine ebenso monomanische Fixierung auf Sex.

Die Außenwelt samt der millionenfach ruinierten Häuslebauer, Arbeits- und Wohnungslosen kommt nur in flüchtigen, aber farbigen Flashs vor. Meist ist der Film in den Farben der gläsernen Bürotürme gehalten: Grau, Blau, Schwarz und das tote Beige der Hardware. Brad Pitt hat eine hübsche Nebenrolle als Aussteiger, der zwei jungen Start-up-Fuzzis zur Seite steht.

Was passiert, wenn Männer nicht (mehr) auf Sex fixiert sind, sondern auf Zahlen.

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14.01.2016, 10:22 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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