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Kommentar

Teuer und mühsam

Grundschullehrer: Das ist ein Begriff, der noch immer betulich nach heiler Welt klingt.

01.02.2018

Von ROLAND MÜLLER

Ein bisschen ABC und Einmaleins mit den Kleinen üben, bevor der „Ernst des Lebens“ etwa am Gymnasium losgeht. Das Image ist grundfalsch: Die pädagogischen Ansprüche haben sich stark erhöht. Heute weiß man, wie wichtig die frühen Jahre für die Entwicklung von Kindern sind. Lehrermangel ist nicht nur rechnerisch fatal: Es bedeutet, dass man über Jahre so gut wie jeden Anwärter nehmen muss, wo eigentlich nur die Besten gut genug wären.

Dass an anderen Schularten deutlich mehr bezahlt wird, ist keine Hilfe – der Frauen-Anteil, der im Südwesten rund 80?Prozent beträgt, auch nicht. Schulleiter können die Kaskade aus Schwangerschaften und Teilzeit-Deputaten vorrechnen, die sich ergibt, wenn die nächste Generation nachrückt. Das ländliche Baden-Württemberg, das noch Nachholbedarf bei Betreuung und Ganztagsschulen hat, wird lange brauchen, die Lücken zu schließen.

Langfristig bleibt nur, den Job Grundschullehrer attraktiver zu machen: längere Ausbildung, mehr Bezahlung, besseres Image. Auch wenn das teuer und mühsam wird.

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Erstellt:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2018, 06:00 Uhr

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