Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Rückenwind für den IS

Terrormiliz rückt bedenklich nahe an Aleppo heran

Der "Islamische Staat" profitiert offenbar von der wirren Lage in Syrien. Eine Woche nach dem Beginn der russischen Luftangriffe konnten die Dschihadisten große Gebiete um Aleppo erobern.

10.10.2015
  • DPA/AFP

Aleppo Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat im Norden Syriens laut Aktivisten einen der größten Geländegewinne seit Monaten erzielt. Die Extremisten hätten nördlich der Stadt Aleppo mehrere von Rebellen kontrollierte Orte eingenommen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern. "Der IS war noch nie so nah an Aleppo", sagt der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. "Die Dschihadistengruppe profitiert von der Verwirrung auf Seiten der Rebellen, die in mehreren Provinzen von den Russen angegriffen werden."

Während Moskau seit vergangener Woche Luftangriffe auf Syrien fliegt, wollen die USA nach Angaben der "New York Times" die bislang weitgehend erfolglose Ausbildung syrischer Regimegegner einstellen. Das Blatt berief sich auf Regierungsangaben, wonach das 500 Millionen US-Dollar schwere Programm keinerlei Auswirkung auf eine bessere Kampfkraft der Rebellen gehabt habe. Die USA hatten sich vom Training moderater Kräfte im Kampf gegen den IS viel versprochen. Bisher bildeten sie jedoch nach eigenen Angaben nur einige Dutzende Kämpfer aus, von denen viele verschleppt wurden, nachdem sie die Grenze zu Syrien überquert hatten. Zudem gab es Berichte über Waffen, die in die Hände von Extremisten gelandet sein sollen.

Mit dem Vormarsch im Norden rückte der IS näher an Gebiete unter Kontrolle des Regimes heran. Auch eine wichtige Versorgungsroute der Rebellen zwischen Aleppo und der türkischen Grenze gerät mit den Erfolgen der Terrormiliz in Gefahr. Bereits jetzt beherrschen die Extremisten im Norden und Osten des Landes riesige Gebiete.

Der Vormarsch kommt zwei Tage nach Beginn einer von russischen Luftangriffen unterstützten Bodenoffensive der syrischen Armee gegen Rebellen, die den IS bekämpfen. Das Regime und seine Verbündeten hatten nördlich von Hama einen Großangriff begonnen. Mehrere Quellen berichteten, Tausende Kämpfer aus dem Iran und der libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah seien dafür nach Syrien verlegt worden. Auch Frankreich hat in der Nacht auf Freitag seinen zweiten Luftangriff auf IS-Gebiete geflogen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach sich für eine engere Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA aus. Beide Länder zusammenzubringen sei das "Gebot der Stunde", sagte er in Madrid. Noch könnten nicht "alle Interessensgegensätze, die es gibt zwischen der Golfregion und dem Iran, zwischen Russland und den USA und auch Europa überbrückt werden". Wenn man sich "auf wenige Prinzipien" einigen könne, müssten Kooperation und eine "Verständigung selbst über Gräben hinweg" möglich sein.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

10.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular