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Kein DSL in Stock-Berg

Telekom lässt die Gemeinde Starzach hängen

Im Bierlinger Neubaugebiet Stock-Berg sind Hauseigentümer noch immer ohne Internetanschluss. Im Gemeinderat am Montag nutzten einige von ihnen die Bürgerfragestunde, um ihrem Ärger Luft zu machen.

28.10.2015
  • dun

Bierlingen. Seit über einem Jahr warten Christina Molner und Carmen Alt auf einen Internetanschluss in ihrem neu gebauten Haus. Ihnen sei versprochen worden, dass bei ihrem Einzug die Internetverbindung hergestellt sei, sagte Molner. Oktober 2014 habe in der Werbebroschüre für das Baugebiet gestanden. Wenn sie gewusst hätten, dass sie ein Jahr später immer noch ohne Internetanschluss sein würden, hätten sie nicht in Stock-Berg gebaut, ergänzte ihre Partnerin Carmen Alt. „Wir hätten das Geld hier nicht investiert“, sondern einen Bauplatz in einer anderen Gemeinde gesucht. Beide Frauen arbeiten in Stuttgart und pendeln. Seit einem halben Jahr versuche sie, bei der Telekom etwas zu erreichen, fügt Alt hinzu. „Vergeblich.“ Er warte schon seit zwei Jahren auf eine Internetanbindung, sagte Michael Beiter. Er warf Bürgermeister Thomas Noé Betrug vor. „Sie verkaufen Bauplätze ohne Internet.“

Dem Vorwurf des Betrugs widersprach Noé vehement. „Das lasse ich mir nicht bieten.“ Die Telekom habe den Ausbau zur Jahreswende 2014/15 schriftlich zugesagt, berichtete Noé. Als Grund für den immer noch nicht erfolgten Ausbau nenne die Firma fehlendes Material. „Das ist eine Schweinerei, dass man uns dauernd vertröstet.“ Die Gemeinde selbst könne den Ausbau nicht vornehmen. Beim Internetausbau müssten zuerst die kommerziellen Anbieter gefragt werden, sagte Noé. „Erst kommt der Wettbewerb, dann die Förderung.“ Übernimmt ein Telekommunikationsanbieter den Auftrag, hat er drei Jahre Zeit, mindestens 98 Prozent der Haushalte in dem Ausbaugebiet an das Internet anzuschließen.

„Das ist ein politisches Thema“, sagte Noé. Solange könne kein anderer Telekommunikationsanbieter das Gebiet übernehmen. Er kümmere sich jede Woche mehrmals um das Thema DSL, versicherte Noé. Eine Parabolantenne in dem Gebiet aufzustellen, scheitere daran, dass sich kein Betreiber finde. Der Gemeinderat hatte diese Alternative schon auf der Tagesordnung.

Derzeit sei er an einer Lösung „durch die Hintertür“ dran, sagte Noé. Er lasse prüfen, ob es möglich wäre, das fehlende Material an die Baustelle zu bringen. Der Bürgermeister bezweifelt, dass die Ursache des stockenden Ausbaus fehlendes Material sein. Er habe Hinweise darauf, dass das Material bisher gar nicht bestellt worden sei, sagte er.

Gute Nachrichten gibt es hingegen für Börstingen, Sulzau und Wachendorf: Dort soll schnelles Internet (DSL) dank eines Kooperationsvertrags der Gemeinde Starzach mit der Stadt Rottenburg bis zum Jahresende verfügbar sein.

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28.10.2015, 12:00 Uhr
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