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Alte Stärke

Telekom-Festnetz kommt in Schwung

Die Deutsche Telekom findet auf ihrem Heimatmarkt zu alter Stärke zurück.

12.08.2016
  • KAREN EMLER

Bonn. Zum ersten Mal seit Öffnung des Telekommunikationsmarktes vor fast 20 Jahren habe das Unternehmen in Deutschland durch den rasanten Zuwachs an Glasfaseranschlüssen sowie dem Verkauf neuer Angebote die Umsatzrückgänge aus der traditionellen Telefonie ausgeglichen. Die Stabilisierung resultiere stark aus dem Geschäft mit den Wettbewerbern, räumte Vorstandschef Tim Höttges ein.

Zugleich kündigte der Manager eine Offensive an, um den direkten Marktanteil in diesem Bereich zu erhöhen. Im zweiten Quartal habe die Telekom nur einen Anteil von 20 Prozent am Wachstum von schnellen Internetanschlüssen gehabt. Höttges: „Das muss mehr werden“. Rund 2 Mio. Anschlüsse stelle die Telekom inzwischen – gegen ein Entgelt – ihren Konkurrenten zur Verfügung. Aber „wir wollen unsere Netze nicht für unsere Wettbewerber ausbauen“.

Bereits 500 000 Kilometer Glasfaser habe die Telekom verlegt und sie investierte in Deutschland jährlich fast 5 Mrd. EUR in den Netzausbau. Das seien 19 Prozent vom Umsatz.

Zufrieden zeigte sich Höttges mit der laufenden Geschäftsentwicklung. Allerdings verbuchte der Bonner Konzern trotz seiner boomenden US-Mobilfunktochter im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang von 12,8 Prozent auf 621 Mio. EUR. Unter dem Strich stand Ende Juni ein Konzerngewinn von 3,7 Mrd. EUR .

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12.08.2016, 06:00 Uhr
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