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Tanja Angstenberger aus Aalen ist Europas beste Jungbäckerin
Tanja Angstenberger konnte auf der Europameisterschaft mit ihren Backwaren überzeugen. Foto: Bundesakademie Weinheim / Peter Seydel
Ein Kunstwerk zum Essen

Tanja Angstenberger aus Aalen ist Europas beste Jungbäckerin

Körnerbrot, Plunderstücke und Torten: Bei der Europameisterschaft der Jungbäcker mussten die Teilnehmer viele Kategorien beherrschen. Am Ende konnte sich Tanja Angstenberger aus Aalen durchsetzen

04.02.2016
  • BIANCA FRIESS, ULRIKE WILPERT

.Weinheim - Ein roter VW-Käfer steht in einem Zahnrad, darum ist eine Deutschland-Flagge geschlungen. Darunter erkennt man das Gesicht von Albert Einstein: Mit ausgestreckter Zunge und aufgerissenen Augen blickt er zu dem Auto hinauf.

Als Kaffee-Beilage kann man sich das Gebilde nicht unbedingt vorstellen - dabei sind sämtliche Zutaten essbar. Tanja Angstenberger überzeugte damit die Jury bei der Europameisterschaft der Jungbäcker in Weinheim (Rhein-Neckar Kreis): Die 23-Jährige aus Aalen kam auf den ersten Platz. "Das ist so ein super Gefühl, das kann ich gar nicht beschreiben", sagt sie.

Das Motto des Wettbewerbs lautete "Heimat". Und das hat Angstenberger mit ihrem Kunstwerk besonders gut getroffen: "Sie hat typisch deutsche Erfindungen abgebildet und damit die Jury beeindruckt", sagt Bernd Kütscher, Direktor der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks.

Insgesamt war es ein "echtes Wimpernschlag-Finale", berichtet Kütscher: Die Jury lobte das hohe Niveau auf dem Wettbewerb in Weinheim. Die Teilnehmer haben sich auch alle gegenseitig geholfen, erzählt Angstenberger: "Das war eine sehr gute Stimmung."

Zwölf junge Bäcker aus sechs verschiedenen europäischen Ländern traten bei der Meisterschaft an, darunter zum Beispiel aus Dänemark, Frankreich und den Niederlanden. Den zweiten und dritten Platz erreichten zwei Teilnehmerinnen aus der Schweiz. Der zweite deutsche Kandidat, Stavros Evangelou aus Münster, sicherte sich für seine Brote einen Kreativitätspreis.

Wie auch Evangelou hat sich Angstenberger über ihre Leistung bei der Deutschen Meisterschaft im November 2014 für die Europameisterschaft qualifiziert. Schon seit sie denken kann hilft sie in der Backstube ihrer Eltern in Aalen mit. Dort hat sie auch ihre Ausbildung zur Bäckerin und Konditorin absolviert.

Für Angstenberger ist ihr Handwerk einfach Leidenschaft, sagt die junge Frau: "Ich möchte mit dem, was ich mit meinen eigenen Händen hergestellt habe, anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und ihnen gleichzeitig etwas Lebensnotwendiges geben".

Lebensnotwendig ist das kunstvolle Backwerk mit den deutschen Erfindungen wahrscheinlich nicht - viel eher aber andere Kategorien des Wettbewerbs, zum Beispiel das Brotbacken. Insgesamt mussten die Kandidaten sieben Teilaufgaben erfüllen: Auch Plundergebäck, Semmeln und Sandwiches wurden von der Jury begutachtet. Dazu kam ein "Brot aus der Überraschungsbox": Die Teilnehmer bekamen eine Dose mit fünf Zutaten überreicht. Daraus mussten sie innerhalb einer Stunde ein Rezept entwickeln. Die größte Herausforderung war die Zeit, sagt Angstenberger.

Die Europameisterschaft der Bäckerjugend vom Bäcker- und Konditoren-Weltverband UIBC (Madrid) wird schon seit 45 Jahren ausgetragen - jedes Jahr in einem anderen Land. Nächstes Jahr wird der Wettbewerb in Frankreich stattfinden.

Die diesjährige Gewinnerin hat sich nach der Siegerehrung auf den Weg zurück nach Aalen gemacht. Wie es jetzt weitergeht? "Die Weltmeisterschaft hat man schon im Kopf", sagt sie.

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04.02.2016, 08:30 Uhr
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