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Tandoori Love

Tandoori Love

Bollywood-Kitsch trifft Alpenromantik in der Lovestory zwischen einem indischen Koch und einer schweizerischen Kellnerin.

Bollywood in der Schweiz: "Tandoori Love"

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Bollywood in der Schweiz: "Tandoori Love" --

01:47 min

Schweiz

Regie: Oliver Paulus
Mit: Lavinia Wilson, Vijay Raaz

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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22.05.2010
  • Ulla Steuernagel

Zwei aufeinander knallende Kulturen, viel Klamauk, eine schräge Love Story und sinnliche Bilder, das macht „Tandoori Love“ aus. Man sollte dem Film nicht übelnehmen, wenn er allzu viel mit Klischees spielt oder allzu schrill karikiert. Das Schönste an dieser indisch-schweizerischen Liebesgeschichte liegt ohnehin auf der Hand oder dem Tisch. Es sind die Speisen: Kraut fährt zischend in den Topf, derb-saftige Schlachtplattenwürste platzen in Nahaufnahme, knallrote Erdbeeren tropfen saftig beim Anschnitt. All die Ornamente exotischer Früchte lassen jeden Herrgottschnitzer blass werden. Ein Wunderwerk der Farben und Formen wird entzündet, wenn die Kamera den Speisen ganz nah zu Leibe rückt.

Regisseur Oliver Paulus scheint die Werbesprache perfekt zu beherrschen und ein Meister des Food-Designs zu sein. Man kann sich nicht sattsehen an den wirbelnden Messern, die hauchfeine Scheiben von irgendwelchen Dingen produzieren. Selbst das Öffnen von Dosen gerät noch sinnlich. Die Liebesgeschichte erscheint dagegen eher als Resteküche. Manche Bilder scheinen nur für den Effekt gemacht. Ein indisches Himmelbett schwebt durch die Schweizer Alpenwelt. Ein Bollywood-Paar lässt seine Gewänder im Wind flattern. Die Kitsch-Parodie erschöpft sich bald.

Im Innenraum der alpenländischen Gaststätte „Hirschen“, wo der Mops mit Gehhilfe ausgestattet ist und eine Stammtischrunde Wurzeln geschlagen hat, geht das Umpolen auf Indisch ebenfalls über den Gaumen. Dass des Wirten Liebste sich schließlich in den indischen Wunderkoch Rajah verguckt, wird mit viel folkloristischer Würze, mit Gesangs- und Tanzeinlagen schmackhaft gemacht.

Witzig ist immerhin die Sprache des Filmes: Das Schwyzerdeutsch wird in englische Untertitel übersetzt. Man braucht ein bisschen, bis man mit dieser Zweisprachigkeit klarkommt.

Spielplan

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22.05.2010, 12:00 Uhr | geändert: 17.06.2010, 12:00 Uhr
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
07.06.2010

12:00 Uhr

Schroeder schrieb:

Hui, das zählt wohl zum schlechtesten, was ich je gesehen habe.



 
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