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Taifun „Nida“ fegt über Südchina
Drohendes Unheil: Eine Frau beobachtet in Hongkong die düstere Wolkenfront. Foto: dpa
Leben in Metropolen wie Hongkong lahmgelegt – Hunderte Flüge gestrichen

Taifun „Nida“ fegt über Südchina

Schulen und Fabriken schließen, Millionen Menschen können keinen Fuß vor die Tür setzen. Ganze Metropolen sind wegen des Taifuns in Südchina lahmgelegt.

03.08.2016
  • DPA

Hongkong. Mit voller Wucht ist der Taifun „Nida“ am Dienstag über Südchina gefegt. Wegen heftiger Sturmböen und schwerer Niederschläge kam das Leben in der Wirtschaftsmetropole Hongkong und anderen Millionenstädten wie Shenzhen und Guangzhou in der dicht bevölkerten Region weitgehend zum Stillstand. In Hongkong wurden Windgeschwindigkeiten bis 150 Stundenkilometer gemessen, so dass die höchste Taifun-Alarmstufe galt. Hunderte Flüge und der Fährverkehr wurden gestrichen.

Auf Fotos und in sozialen Medien geteilten Videos waren eingestürzte Baugerüste und geparkte Autos zu sehen, die durch den heftigen Wind gedreht wurden. Andere Bilder zeigten menschenleere Straßen und Einkaufszentren, weil Millionen Menschen aufgefordert waren, während des Taifuns nicht vor die Tür zu gehen. Schulen, Fabriken und viele Firmen blieben geschlossen. An der Börse in Hongkong wurde nicht gehandelt.

„Es ist der schlimmste Taifun im Perlfluss-Delta seit 1983 und wird schwere Überschwemmungen bringen“, sagte ein Stadtvertreter in der benachbarten Metropole Guangzhou der Nachrichtenagentur Xinhua. Auch dort fielen die Flüge am Morgen aus. Ähnlich wurden alle Züge aus der Provinz Guangdong gestrichen, was hundertausende Reisende betrifft.

Vorsorglich waren die Menschen in Guangdong aufgefordert worden, sich mit Nahrungsmitteln und anderen notwendigen Dingen für drei Tage einzudecken. Sie sollten besser daheim bleiben. Auch in den anderen südchinesischen Provinzen Hunan, Yunnan und der Region Guizhou wurde Sturmwarnung gegeben und vor heftigen Überschwemmungen gewarnt.

„Nida“ folgt auf „Nepartak“, der bereits Mitte Juni als erster Taifun der Saison die Ostküste Chinas getroffen und schwere Verwüstungen angerichtet hatte.

Bei sommerlichen Unwettern, Hagelstürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen in China sind seit Juni nach amtlichen Angaben mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende Häuser wurden zerstört, fast zwei Millionen Menschen wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht. Mehr als eine Million Menschen brauchten dringend Hilfe, um in der Not über die Runden zu kommen, berichtete das Innenministerium.

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03.08.2016, 06:00 Uhr
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