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Stadtarchiv öffnet im Januar

Tag der offenen Tür - Lesesaal drei Mal so groß wie bisher

Fast ist es vollbracht: Das neue Stadtarchiv der Landeshauptstadt im Bellingweg in Bad Cannstatt erstrahlt in neuem Glanz. Vor der Eröffnung soll es am 22. Januar einen Tag der offenen Tür geben.

16.12.2010

Von YVONNE WEIRAUCH

Stuttgart Das neue Stadtarchiv der Landeshauptstadt im Bellingweg in Bad Cannstatt erstrahlt in neuem Glanz. Allerdings bedarf es noch einiger handwerklicher Arbeiten. Aber auch das wird bis Ende Januar erledigt sein - da ist sich der Leiter des Stadtarchivs, Roland Müller, sicher. Schließlich wolle man am 22. Januar 2011 einen Tag der offenen Tür mit Führungen durch das Gebäude veranstalten, und am 24. Januar den Lesesaal in Betrieb nehmen.

"Bis jetzt liefen die Bauarbeiten und der Umzug planmäßig", sagt Müller. Wertvolle Dokumente, Bücher, Stiche, Bilder und Fotografien seien durch eine spezielle Umzugsfirma, die auf Kunsttransporte spezialisiert ist, sicher an den neuen Ort gebracht worden. Unbeschadet überstanden haben die Archivstücke die kleine Reise.

Eine heikle Angelegenheit, schließlich mussten auch Schränke, die mehr als 600 Kilogramm wiegen, irgendwie verladen werden. Im Zeitplan habe man logistisch alles geschafft. Dennoch gebe es laut Müller "gerade noch genug zu tun". Restliche Handwerksarbeiten müssten noch erledigt, die komplizierte Gebäudetechnik noch optimiert und die neuen Räume eingerichtet werden. "Die Regale in den Büros sind zum Teil noch leer", sagt Müller und zeigt auf die vielen Umzugskartons in den Gängen. Der Stadtarchivleiter ist äußerst zufrieden mit dem neuen Stadtarchiv: "Künftig müssen wir nicht mehr auf vier Standorte verteilt agieren, sondern können an einem Ort eine moderne Archiv- und Bildungsarbeit leisten. Aus fachlicher Sicht ist das ein großer Sprung nach vorne."

Archive hätten laut Müller "leider eine geringe Wahrnehmung" und eine Art "Staub-Image". Das neue Stadtarchiv verhilft durch den imposanten, alten, denkmalgeschützten Bau zu einer besonderen Wahrnehmung - darüber freut sich Müller. "Es macht was her, wie man im Schwäbischen sagt."

Beispielsweise ist der Lesesaal - der in der ersten Etage, dem denkmalgeschützten Bereich, zu finden ist - dreimal so groß wie bisher. Er erscheint benutzerfreundlich in einem hellen Ambiente. Installiert wurden sehr umfangreiche Regalanlagen: Fahrregale für Akten, Planschränke, Depotschiebewände für Gemälde. In der zweiten und dritten Etage befindet sich hauptsächlich der Verwaltungsbereich. Im anderen Bautrakt werden Magazin und Archiv beherbergt sein.

Im Lesesaal werden verbesserte, technikunterstützte Recherchemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Für die Einsicht in elektronische Archivbestände gebe es künftig einen eigenen EDV-Lesesaal, für die archivische und historische Bildungsarbeit einen Vortragssaal mit 150 Plätzen, zwei Ausstellungsfoyers und einen Gruppenarbeitsraum im Lesesaalbereich.

Der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes hat rund 20 Millionen Euro gekostet. Man sei im finanziellen Rahmen geblieben. Für Samstag, 22. Januar 2011, ist ein Tag der offenen Tür geplant. "Da wollen wir vor allem das Gebäude in seiner ganzen Komplexität in den Fokus rücken", sagt Müller. Am Montag, 24. Januar 2011, werde dann der Lesesaal in Betrieb genommen.

Im neuen Haus verfügt das Stadtarchiv nun über eine Nutzfläche von etwa 7500 Quadratmetern. Foto: Yvonne Weirauch

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Erstellt:
16. Dezember 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Dezember 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Dezember 2010, 12:00 Uhr

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