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Ein Debüt nach Wunsch

TVR-Zugang Moritz Karlitzek begeistert die Zuschauer und den Gegnertrainer

Von der VSG Coburg/Grub kam Moritz Karlitzek im Sommer zum TV Rottenburg. Ein Talent, das viele Klubs wollten, bewies gleich im ersten Pflichtspiel für den TVR seine Klasse – und erntete Lob von allen Seiten.

26.10.2015
  • Moritz Hagemann

Tübingen. KW-Trainer Mirko Culic hatte nach der 1:3-Niederlage seines Teams nochmals auf seinem Trainerstuhl Platz genommen und studierte den Statistikbogen. Beim TV Rottenburg angekommen, blickte er ungläubig auf. „Das ist nicht möglich“, sagte der 52-Jährige. „Mensch, wirklich unglaublich!“ Culic war bei TVR-Zugang Moritz Karlitzek hängengeblieben, dessen herausragende Quote von 85 Prozent erfolgreicher Angriffe hatte den KW-Trainer verblüfft. Und diese Zahl verdeutlichte, was das Publikum in der Paul-Horn-Arena auch sah: Dieser erst 19-jährige Karlitzek ist ein Gewinn für den TV Rottenburg.

Vielleicht hätte Karlitzek in seinem Debüt für den TVR gar nicht gespielt. Hätte sich nicht Tom Strohbach, Rottenburgs Nationalspieler auf der Position Außen, im Abschlusstraining verletzt. In Dirk Mehlberg hat Rottenburg noch einen Leistungsträger auf dieser Position. „Das sind drei verdammt gute Spieler“, lobt Kapitän Philipp Jankowski die Teamkollegen. Deshalb klingt es fast wie eine Drohung für den Gegner, wenn Karlitzeks Teamkollege Dirk Mehlberg sagt: „Moritz kann noch viel besser spielen. Was der uns manchmal im Training zusammenknüppelt…“

Eine Karriere in der Nationalmannschaft hatte schon TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger seinem Zugang Karlitzek prophezeit. Am Samstag raunten die 2000 Zuschauer in der Tübinger Arena schon, als Karlitzek beim Stand von 14:16 aus TVR-Sicht das erste Mal aufgeschlagen hatte. Der Aufschlag, stimmt der gebürtige Unterfranke zu, sei seine größte Waffe. „Vor allem, wenn ich mal im Rhythmus bin.“ Das war er gegen die Netzhoppers KW-Bestensee noch nicht komplett. Bei 16 Versuchen unterliefen Karlitzek auch vier Aufschlagfehler – der Preis für risikoreiche Angaben.

Der „Aufsteiger der Saison 2014/15“, gewählt von Trainern und Managern, verfügt über enorme Anlagen. Rottenburgs Kapitän Philipp Jankowski erklärt: „Er ist einfach athletisch so gut, dass er aus einer anderen Abschlaghöhe schlagen kann.“ Und das, obwohl Karlitzek mit 1,91 Metern Körpergröße nicht herausragt. Mit der Konkurrenz durch das Duo Strohbach und Mehlberg habe er keinerlei Probleme: „Es ist eine Stärkung, wenn man weiß, da ist noch jemand draußen, falls es mal nicht so läuft“, sagt Karlitzek. Sogar dessen Familie war zu seiner Premiere im roten Trikot angereist. Und sah, wie der Filius mit dem verwandelten Matchball eine starke Leistung krönte.

Die 85 Prozent Angriffsquote von Karlitzek entpuppten sich am Ende indes wirklich als „nicht möglich“. Ganz, wie es Culic geahnt hatte. Denn in der Statistik wurde der Wert später auf 62 Prozent angepasst – oder aber Culic hatte sich nur die Statistik eines einzelnen Satzes angeschaut. Was aber nichts daran ändert, dass 62 Prozent ein starker Wert sind.

TVR-Zugang Moritz Karlitzek begeistert die Zuschauer und den Gegnertrainer
Da muss die Freude raus: Gleich in seinem ersten Spiel für den TVR verwandelte Moritz Karlitzek den Matchball. Bild: Ulmer

Moritz Karlitzek, Dirk Mehlberg oder auch Sven Metzger (mit 21 Punkten TVR-Topscorer) wären für die Wahl des besten Spieler des Spiels infrage gekommen. KW-Trainer Mirko Culic wählte jedoch den Rottenburger Kapitän Philipp Jankowski. „Er hat alles gesehen, jeden Mitspieler gut eingesetzt“, sagte Culic. Besonders Metzger attestierte Culic auch ein starkes Spiel: „Seine Angriffe haben wir nie in den Griff bekommen, er war für uns nicht zu stoppen.“ Oftmals sei es jedoch so, dass ein Trainer sich den Zuspieler herauspicke, wenn einige Angreifer seinem Team Probleme bereitet haben. „Das nehme ich gerne mit“, sagte Jankowski zur Auszeichnung. Der Sieg sei aber das, was am Ende wirklich wichtig gewesen sei.

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26.10.2015, 12:00 Uhr
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