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Zwei Tornados und zwei Airbus in die Türkei geflogen

Syrien-Einsatz beginnt

Das Vorkommando für die Syrien-Mission ist im Einsatz. Zwei Tornado-Kampfflugzeuge und zwei Airbusse flogen gestern in die Türkei. Die Bundeswehrführung hält das Risiko für "beherrschbar".

11.12.2015
  • DPA

Jagel/Köln. Die ersten Flugzeuge der Bundeswehr sind zum geplanten Antiterror-Einsatz in Syrien unterwegs. Zwei Tornado-Kampfflugzeuge flogen vom Stützpunkt Jagel in Schleswig-Holstein ab, zwei Airbus-Maschinen von Köln/Bonn. Im Verbund flogen sie nach Incirlik im Südosten der Türkei, von wo aus sie operieren sollen.

Die Tornados sollen von Januar an Aufklärungsflüge unternehmen. Mit den Informationen, die sie gewinnen, sollen sie den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) unterstützen. Eine der Airbus-Maschinen, der neue A400M, hat ein Vorauskommando von rund 40 Soldaten und Geräten nach Incirlik gebracht. Die andere ist ein A310-Tankflugzeug, damit sollen Flugzeuge verbündeter Streitkräfte in der Luft betankt werden, damit sie länger Luftangriffe gegen den IS fliegen können.

Insgesamt sollen sechs Tornado-Maschinen eingesetzt werden. Die nächsten zwei fliegen Anfang Januar vom Standort Büchel in der Eifel aus ab, teilte der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33, Holger Radmann, mit.

Der Einsatz in Syrien gilt als eine der heikelsten Missionen in der Geschichte der Bundeswehr. Der Kommandierende General des Luftwaffentruppenkommandos, Generalleutnant Helmut Schütz, zeigte sich vor dem Start in Jagel bei einem militärischen Appell aber überzeugt: "Das Risiko ist aus unserer Sicht beherrschbar." Die Einsatzkräfte seien "rundum vorbereitet". Der IS terrorisiere nicht nur einen ganze Region mit äußerster Brutalität, sondern verübe mittlerweile Anschläge überall auf der Welt, sagte Schütz. So wie am 13. November in Paris mit 130 Toten. Frankreich hatte danach die EU-Staaten um Hilfe gegen den IS gebeten. Der Bundestag beschloss am vergangenen Freitag, maximal 1200 Soldaten zu entsenden. Sie sollen aber nicht alle auf einmal eingesetzt werden.

Den Soldaten gab General Schütz mit auf den Weg: "Ich weiß, was es für ein Kraftakt sein muss, für Sie und auch für Ihre Familien." Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagte zum Vorkommando aus Jagel: "Deutschland und die Bündnispartner erwarten ausgesprochen viel von Ihnen."

Die Piloten sollen je acht Wochen im Einsatz sein. Radmann: "Natürlich gibt es eine gewisse Anspannung." Die Piloten flögen über ein ihnen unbekanntes Gebiet, in dem auch Bedrohungen lauerten. Die Tornados seien aber mit Selbstschutzanlagen ausgestattet: "Falls wir beschossen werden, ermöglichen diese, die Gefahr abzuwehren." Zum deutschen Beitrag gehört auch die Fregatte "Augsburg". Sie hat sich bereits einem multinationalen Verband um den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" angeschlossen.

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11.12.2015, 08:30 Uhr
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