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Symptome bei Harnsteinen

Warum haben immer mehr Menschen Harnsteine und wie lassen sich Harnsteine am besten erkennen? Erfahren Sie hier, worauf Sie achten müssen.

17.02.2020

Bild: pixabay

Harnsteine erkennen und vorbeugen

Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der von Harnsteinen betroffenen Patienten verdreifacht. Jährlich sind es inzwischen 1,2 Millionen Menschen allein in Deutschland.*

Harnsteine – Mediziner nennen sie auch Urolithe – sind stein- bzw. kristallartige Gebilde, die mehrere Zentimeter groß sein können. Sie sammeln sich im Harntrakt an und können dort zu heftigen Beschwerden führen. Harnsteine entstehen durch eine hohe Konzentration an bestimmten Mineralsalzen. Meistens handelt es sich um Ablagerungen aus Kalziumoxalaten. Die Ursache dafür ist oft eine ungesunde Ernährung, wobei tierisches Eiweiß, Zucker und Kochsalz hier besonders im Verdacht stehen. Aber auch eigentlich gesunde Lebensmittel wie Rhabarber, Amaranth, Spinat oder Rote Beete, die sehr viel Oxalsäure enthalten, können Harnsteine auslösen. Nämlich dann, wenn es dem Körper nicht gelingt, die überflüssigen Stoffe über den Urin auszuscheiden.

Auf diese Harnstein-Symptome sollten Sie achten

Harnsteine zu erkennen, ist nicht einfach. Sie verstecken sich sowohl im Nierenbecken als auch in der Blase, im Harnleiter und in der Harnröhre. Die Schmerzen, die sie auslösen können, ziehen neben dem Unterbauch oft auch in den Rücken, in die Oberschenkel und die Geschlechtsorgane. Weitere Symptome für Harnsteine sind:

•Blut im Urin

•Angstgefühle

•Fieber und Schüttelfrost

•Aufgeblähter Bauch

•Übelkeit

•Schmerzen beim Wasserlassen

Auch ein starker Harndrang mit nur geringer Harnmenge kann ein Hinweis sein. Es ist gut, wenn sie früh erkannt werden, dann lassen Sie die Harnsteine behandeln. Da sie oft wiederkommen, ist es für die Betroffenen wichtig, langfristig die Ernährung umzustellen, täglich rund drei Liter zu trinken und möglichst auf Alkohol zu verzichten. So kann das Risiko einer erneuten Steinbildung stark gesenkt werden.

Harnsteine sind nicht nur ernährungsbedingt

Immer mehr Menschen leiden an Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen mit entsprechenden Folgen auch an anderen Stellen im Körper. Neben falscher, zu zucker- und fettreicher Ernährung gibt es aber noch weitere Auslöser für Harnsteine:

•Harnwegsentzündungen

•Stoffwechselstörungen

•Verengungen der Harnwege

•zu wenig Flüssigkeitszufuhr

•neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose

•Querschnittslähmung

•Blasenentleerstörung

Bewegungsmangel und ein höheres Lebensalter verstärken das Risiko für Harnsteine. Betroffen sind übrigens mehr Männer als Frauen, vor allem im Zusammenhang mit Prostataerkrankungen, die den Abfluss von Urin stören.

Eine akute Kolik ist ein Notfall

Bleiben die Harnsteine in der Blase (Blasenstein) oder der Niere (Nierenstein) oder sind sie noch grießartig klein, machen sie – abgesehen von einem gelegentlichen Ziehen in den Flanken – meist weiter keine Beschwerden. Gelangen sie allerdings in den Harnleiter und blockieren diesen, dann kommt es zu einer Harnabflussstörung und damit zu einem kolikauslösenden Stau mit starken, wellenartigen Schmerzen, die plötzlich beginnen und wenige Minuten, aber auch mehrere Stunden andauern können. Diese Schmerzen sind immer ein Grund, einen (Not-)Arzt zu rufen. Nur so können Schädigungen im Harntrakt vermieden werden.

Ab einer Größe von 5 Millimetern wird es kritisch

Hat der Arzt den Verdacht auf Harnsteine, dann untersucht er zunächst den Unterbauch des Patienten und nimmt eine Urin- sowie eine Blutprobe. Diese zeigt ihm unter anderem, ob der Harnsäuregehalt im Lot ist. Unterstützt wird die Diagnose durch Ultraschall, ein CT oder eine Röntgenuntersuchung. Dabei kann der Mediziner feststellen, wo der Harnstein sitzt und wie groß er ist. Oft genügt es, abzuwarten, bis der Stein von selbst abgeht. Diesen Prozess kann der Arzt mit Medikamenten und der Patient mit viel Flüssigkeit unterstützen. Handelt es sich um Harnsteine, die größer sind als 5 Millimeter und liegen diese ungünstig, dann können sie auch mithilfe von Schallwellen zertrümmert werden.

* Knoll, Thomas Knoll/ Tiemann, Arne: Harnsteine. URL: https://www.urologenportal.de/patienten/patienteninfo/patientenratgeber/harnsteine.html (14.02.2020).

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Erstellt:
17. Februar 2020, 10:14 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2020, 10:14 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2020, 10:14 Uhr

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