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Supercup als Gradmesser
Maodo Lo (l.) muss nach der Absage mehrerer Spieler im Aufbauspiel der deutschen Nationalmannschaft viel Verantwortung übernehmen. Foto: dpa
Deutsche Basketballer treffen in Neu-Ulm auf Russland, Finnland und Polen

Supercup als Gradmesser

Für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft ist der Supercup der letzte Test vor dem Start der EM-Quali. Auf den Bundestrainer wartet noch Arbeit.

19.08.2016
  • SEBASTIAN SCHMID

Neu-Ulm. Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft bestreitet in Neu-Ulm den letzten Härtetest vor dem Start der EM-Qualifikation. Dabei tritt das Team von Bundestrainer Chris Fleming beim Supercup in der Ratiopharm-Arena als Titelverteidiger an. Die Gegner Russland, Finnland und Polen sind für den 46 Jahre alten Amerikaner „drei Teams mit gutem Niveau“ und eine wichtige Standortbestimmung zur richtigen Zeit. „Nach dem Supercup ist der Zeitpunkt, an dem wir wissen, wo wir stehen“, kündigt Fleming an.

Bislang wissen die Deutschen nämlich noch nicht so recht, wo sie stehen. Die Vorbereitungsspiele der deutschen Auswahl waren eher durchwachsen, was allerdings nicht verwunderlich ist. Fleming musste wie bereits vor einem Jahr bei der EM, die mit dem Vorrunden-Aus in Berlin endete, aus verschiedenen Gründen eine ganze Reihe an Absagen hinnehmen. Besonders schwer fielen diese im Aufbau ins Gewicht, wo unter anderem Anton Gavel, Heiko Schaffartzik und Per Günther schon frühzeitig signalisiert hatten, dass sie in diesem Sommer nicht im Nationalmannschaftstrikot auflaufen werden. Als dann auch noch NBA-Profi Dennis Schröder absagte, um sich auf seine wichtige Saison bei den Atlanta Hawks vorzubereiten, war Flemings Auswahl im Aufbau deutlich eingeschränkt.

Notgedrungen übertrug der Bundestrainer den international unerfahrenen Maodo Lo (24 Jahre, Bamberg) und Makai Mason (21, Yale University) die Verantwortung im Aufbau. „Sie haben sich im Verlauf der Vorbereitung enorm verbessert“, lobte Fleming, der mit den beiden Siegen zuletzt in Portugal (79:74) gegen den Gastgeber und Großbritannien (78:61) allerdings nur teilweise zufrieden war. „Dort haben wir als Team erheblich besser gespielt“, sagt Fleming, übt jedoch auch Kritik: „Wir machen noch immer Sachen, die uns das Leben schwer machen.“

Die gilt es in den Spielen gegen Finnland (heute, 19.30 Uhr), Russland (morgen, 19.30) und gegen Polen (Sonntag, 15) unbedingt zu vermeiden. Das Trio ist stärker einzuschätzen als die bisherigen Testspielgegner, gegen die sich die Auswahl des Deutschen Basketball-Bunds (DBB) doch teilweise recht schwer tat. Wobei zu Beginn der Vorbereitung neben den verletzungsbedingten Absagen auch die NBA-Profis Paul Zipser, der von Bayern München zu den Chicago Bulls gewechselt ist, und Tibor Pleiß (Utah Jazz) wegen der NBA-Regularien noch nicht mitwirken konnten und erst Anfang August zur Mannschaft stießen. Ein weiterer Aspekt, der Flemings Arbeit erschwerte, aber nicht zu vermeiden war.

Aller Widrigkeiten und Absagen zum Trotz lamentiert der Bundestrainer nicht und gibt sich zuversichtlich, was die Qualifikation für die EM 2017 betrifft, die in der Türkei, Finnland, Israel und Rumänien ausgetragen wird. Dänemark, gegen das Deutschland am 31. August in Kiel in die EM-Qualifikation startet, Österreich und die Niederlande sollten allerdings auch ohne die vielen fehlenden Nationalspieler keine allzu großen Prüfsteine auf dem Weg zur Endrunde darstellen. Um eine Blamage zu vermeiden, soll beim Supercup mit der Titelverteidigung der nächste Entwicklungsschritt gemacht werden.

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19.08.2016, 06:00 Uhr
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